Scheepvaartmuseum und der Ostindienfahrer Amsterdam

Why is it significant?

Vor dir erhebt sich ein riesiges, quadratisches Gebäude aus hellem Stein, das direkt aus dem Wasser zu wachsen scheint, und dahinter ragen die Masten eines Dreimasters in den Himmel.

Key Facts

PlaceScheepvaartmuseum und der Ostindienfahrer Amsterdam
AddressKattenburgerplein 1, 1018 KK Amsterdam, Netherlands
Geo Coordinates52.37170, 4.91520
Part of WalkAmsterdam und die VOC: Hafen, Handel und die Schattenseite des Goldenen Zeitalters
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Vor dir erhebt sich ein riesiges, quadratisches Gebäude aus hellem Stein, das direkt aus dem Wasser zu wachsen scheint, und dahinter ragen die Masten eines Dreimasters in den Himmel. Das ist 's Lands Zeemagazijn, das Seemagazin der Amsterdamer Admiralität, gebaut 1656 vom Stadtbaumeister Daniël Stalpaert. Heute ist hier das Scheepvaartmuseum, das Nationale Schifffahrtsmuseum. Schon seine Größe zeigt, wie viel Macht die Flotte damals hatte.

Wichtig ist der Unterschied: Die Admiralität war die Kriegsmarine, die VOC eine private Kompanie. In diesem Magazin lagerte die Flotte, was ein Kriegsschiff brauchte, Segel, Tauwerk, Kanonen, Proviant. Es war die Zeit der großen Seekriege gegen England, und von hier aus wurden die Schiffe ausgerüstet, mit denen Admiral Michiel de Ruyter berühmt wurde. Das Gebäude ruht auf Tausenden Holzpfählen im Hafenboden.

Bei der Renovierung bekam der Innenhof ein Dach aus Glas und Stahl, dessen Linien an die Kompasslinien auf alten Seekarten erinnern. Wenn die Sonne scheint, liegt ein Netz aus Schatten auf dem Boden, als stündest du mitten in einer Karte. Und draußen am Steg liegt der Star: die Amsterdam, der Nachbau eines Ostindienfahrers der VOC.

Das Original lief 1748 zu seiner ersten Reise nach Batavia aus, mit Soldaten, Matrosen, Passagieren und Kisten voller Silber für den Handel. Im Ärmelkanal geriet es in Stürme, Krankheit brach an Bord aus, und im Januar 1749 lief das Schiff bei Hastings an der englischen Küste auf Grund. Es versank im Schlick, und dort liegt das Wrack bis heute. Bei extremem Niedrigwasser kann man Teile davon sehen. Der Nachbau entstand in den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren hier in Amsterdam, nach alten Plänen und mit alten Techniken.

Wenn du später an Deck gehst, steig hinunter in das enge, dunkle Zwischendeck. Die Decken sind so niedrig, dass selbst kleine Menschen den Kopf einziehen müssen. Dort schliefen Hunderte Menschen monatelang, viele von ihnen Deutsche, auf dem Weg ans andere Ende der Welt. Geh nun über die Kattenburgerstraat auf die Insel Kattenburg. Die Mauern zu deiner Linken verbergen eine Werft, die seit Jahrhunderten der Marine gehört.

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