Albert-Cuyp-Markt: Der lange Markt der Malerstraßen
Why is it significant?
Hier fängt er an, der Albert-Cuyp-Markt: Stand an Stand, Markisen in Rot, Blau und gestreift, dazwischen Kisten mit Tulpenzwiebeln, Käselaibe, Handyhüllen und Socken im Zehnerpack. Hör hin... das Rufen der Händler, das Rattern der Karren, das ewige Fahrradklingeln.
Key Facts
| Place | Albert-Cuyp-Markt: Der lange Markt der Malerstraßen |
|---|---|
| Address | Albert Cuypstraat 1, 1072 Amsterdam, Netherlands |
| Geo Coordinates | 52.35520, 4.89080 |
| Part of Walk | Amsterdam De Pijp: Bier, Hering und Stroopwafel am Albert-Cuyp-Markt |
| Generated | Generated |
Hier fängt er an, der Albert-Cuyp-Markt: Stand an Stand, Markisen in Rot, Blau und gestreift, dazwischen Kisten mit Tulpenzwiebeln, Käselaibe, Handyhüllen und Socken im Zehnerpack. Hör hin... das Rufen der Händler, das Rattern der Karren, das ewige Fahrradklingeln. Das ist der Soundtrack von De Pijp, und er läuft seit mehr als hundert Jahren.
Offiziell gibt es den Markt seit 1905. Vorher zogen fliegende Händler mit ihren Karren durch die Straßen, und die Stadt beschloss, sie an einem Ort zu bündeln. Diese Straße war dafür ideal: lang, schnurgerade und mitten in einem Viertel, in dem Tausende Arbeiterfamilien lebten, die frisch und günstig einkaufen mussten. Bald reichten die Stände über die ganze Länge der Straße, und so ist es bis heute, mit weit über hundert Ständen an einem guten Tag.
Jetzt schau auf die Straßenschilder ringsum. Albert Cuyp, Ferdinand Bol, Gerard Dou, Jan Steen, Frans Hals, Govert Flinck, Van der Helst... Als das Viertel ab den 1870er-Jahren gebaut wurde, taufte die Stadt die Straßen nach Malern des Goldenen Zeitalters. Der Namensgeber dieses Marktes hat Amsterdam übrigens kaum gemalt. Aelbert Cuyp lebte in Dordrecht und malte am liebsten Kühe, die im goldenen Abendlicht an einem Fluss stehen. Irgendwie passt das trotzdem: Hier dreht sich ja vieles um Milch, Butter und Käse.
Schön war De Pijp am Anfang allerdings nicht. Bauspekulanten zogen die Häuser in atemberaubendem Tempo hoch, billig, eng und oft so schlampig, dass manche schon nach kurzer Zeit schief standen. Die Amsterdamer sprachen von revolutiebouw, Revolutionsbau, wegen der Hast, mit der alles entstand. Große Familien teilten sich zwei, drei kleine Zimmer. Woher der Name De Pijp kommt, ist umstritten. Eine beliebte Erklärung sind die langen, schmalen Straßen, die aussehen wie die Röhre einer Pfeife.
Heute gehört De Pijp zu den lebendigsten Vierteln der Stadt, und dieser Markt ist sein schlagendes Herz. Lass dir Zeit, schau, riech, probier, was dir angeboten wird. Schlendere jetzt ein Stück an den Ständen entlang und bieg dann links in die Eerste van der Helststraat ab: Nach ein paar Schritten öffnet sich ein kleiner Platz voller Terrassen.