Python-Brücke und Borneo: Ein Haus, ein Architekt
Why is it significant?
Da ist sie: eine knallrote Brücke, die sich in steilen Wellen über das Wasser schlängelt, hinauf und hinunter, als hätte sich eine riesige Schlange über das Hafenbecken gelegt. Die Amsterdamer nennen sie einfach die Python. Steig hinauf, auch wenn es steil ist... oben wartet der Blick.
Key Facts
| Place | Python-Brücke und Borneo: Ein Haus, ein Architekt |
|---|---|
| Address | Stuurmankade, 1019 Amsterdam, Netherlands |
| Geo Coordinates | 52.37300, 4.94890 |
| Part of Walk | Amsterdam am Wasser: Östliche Hafeninseln, NEMO und die Python-Brücke |
| Generated | Generated |
Da ist sie: eine knallrote Brücke, die sich in steilen Wellen über das Wasser schlängelt, hinauf und hinunter, als hätte sich eine riesige Schlange über das Hafenbecken gelegt. Die Amsterdamer nennen sie einfach die Python. Steig hinauf, auch wenn es steil ist... oben wartet der Blick.
Die Brücke wurde 2001 fertig, entworfen von West 8, dem Büro, das das ganze Viertel geplant hat. Warum so hoch? Unter ihr sollen Boote hindurchfahren können, denn das Spoorwegbassin, das Eisenbahnbecken, ist bis heute ein Hafen. Die Form ist trotzdem mehr Spiel als Pflicht. Die Python verbindet Sporenburg mit Borneo und macht aus einer simplen Überquerung ein kleines Abenteuer, besonders für Kinder.
Auf der anderen Seite, auf Borneo, liegt die Scheepstimmermanstraat, die Schiffszimmermannstraße. Hier konnten Käufer ihr Haus von einem Architekten ihrer Wahl entwerfen lassen. Die Grundstücke sind schmal, die Häuser stehen Wand an Wand, aber jede Fassade sieht anders aus: eine aus Holz, eine fast ganz aus Glas, eine aus rauem Beton. Vorgegeben waren nur wenige Dinge, vor allem die Höhe und die schmale Breite der Parzellen. Dutzende Architekten haben in dieser einen Straße gebaut, und zusammen ergibt das eine Art Grachtenhäuser-Katalog des 21. Jahrhunderts.
Dreh dich jetzt um und schau zurück auf den Weg, den du gegangen bist: Speicher, die zu Wohnungen wurden, ein Museum auf einem Tunnel, ein Kühlhaus mit einer Brücke im Bauch, ein Gefängnis, das wieder ein Hotel ist. Nichts davon war selbstverständlich. Als der Hafen starb, hätte man das Gelände ebenso gut mit Bürotürmen und breiten Straßen zubauen können, wie es viele Hafenstädte getan haben.
Amsterdam hat etwas Mutigeres versucht: Es hat seinen alten Hafen nicht vergessen, sondern bewohnbar gemacht, Insel für Insel, Experiment für Experiment, jedes anders als das davor. Bleib noch einen Moment oben auf der Python stehen, lass dir den Wind um die Nase wehen und schau zu, wie die Stadt ihr Gesicht dem Wasser zuwendet. Hier endet dein Spaziergang. Zurück in die Innenstadt bringt dich die Straßenbahn, die am Rand der Inseln entlang zum Hauptbahnhof fährt.