Coit Tower und WPA-Fresken: Der Wachturm auf Telegraph Hill
Why is it significant?
Treten Sie an den kannelierten Sockel aus Stahlbeton des 210 Fuß hohen Coit Tower auf der windigen Kuppe des Telegraph Hill heran. Erbaut im Jahr 1933 nach Entwürfen der Architekten Arthur Brown Jr.
Key Facts
| Place | Coit Tower und WPA-Fresken: Der Wachturm auf Telegraph Hill |
|---|---|
| Address | 1 Telegraph Hill Blvd, San Francisco, CA 94133, USA |
| Geo Coordinates | 37.80240, -122.40580 |
| Part of Walk | San Francisco: Chinatown und North Beach Kultur |
| Generated | Generated |
Treten Sie an den kannelierten Sockel aus Stahlbeton des 210 Fuß hohen Coit Tower auf der windigen Kuppe des Telegraph Hill heran. Erbaut im Jahr 1933 nach Entwürfen der Architekten Arthur Brown Jr. und Henry Howard aus dem Nachlass der wohlhabenden Feuerwehrförderin Lillie Hitchcock Coit, sollte der Art-déco-Turm die Silhouette der Stadt verschönern. Im neunzehnten Jahrhundert stand auf diesem Hügel ein optischer Semaphor-Telegraf mit beweglichen Holzarmen, der den Kaufleuten im Tal die Ankunft von Segelschiffen durch das Golden Gate signalisierte. Heute zieht der elegante Aussichtsturm Besucher aus aller Welt wegen seiner grandiosen Panoramen an.
Betreten Sie die runde Eingangshalle zu Füßen des Turms, um eine der wertvollsten Sammlungen öffentlicher Wandmalerei Amerikas zu bewundern: 27 Fresken auf frischem Putz aus dem Jahr 1934. Finanziert durch das Bundesprogramm Public Works of Art Project während der Weltwirtschaftskrise, hielten 25 Künstler und ihre Assistenten den Alltag der arbeitenden Bevölkerung Kaliforniens fest. Die Künstler arbeiteten Schulter an Schulter für einen bescheidenen Wochenlohn der Bundesregierung und schufen mit ihren kraftvollen Pinselstrichen ein unvergängliches Zeugnis der Würde und Entschlossenheit arbeitender Männer und Frauen. Die Gemälde zeigen Orangenpflücker, Hafenarbeiter beim Verladen von Frachtgut, rauchende Fabrikschlote und hektische Szenen in den Zeitungsdruckereien der Stadt in ausdrucksstarken Farben.
Die Eröffnung der Fresken im Sommer 1934 löste heftige politische Debatten in der Lokalpresse aus. Mitten im Generalstreik der Hafenarbeiter hatten engagierte Maler linke Zeitungen und Werke von Karl Marx auf die Regale einer gemalten Bibliothek platziert. Trotz der Drohungen konservativer Gruppen, die Bilder abzuschlagen, blieben die Werke unversehrt erhalten und gelten heute als nationales Kulturgut der amerikanischen Kunstgeschichte. Vom Aussichtsplatz eröffnet sich ein herrlicher Rundblick über die Bucht von San Francisco und die Hügelketten.
Entgegen einer populären Stadtlegende wurde die Form des Turms nicht absichtlich der Düse eines Feuerwehrschlauchs nachempfunden.
Gehen Sie zur Ostseite der Aussichtsterrasse und suchen Sie den Beginn der hölzernen Treppenstufen der Filbert Street Steps.