Plaza de Doña Elvira und Hospital de los Venerables
Why is it significant?
Setz dich einen Moment auf eine der gekachelten Bänke der Plaza de Doña Elvira. Orangenbäume, ein niedriger Brunnen in der Mitte, Kacheln in Gelb und Blau, und ringsum weiße Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen.
Key Facts
| Place | Plaza de Doña Elvira und Hospital de los Venerables |
|---|---|
| Address | Plaza de los Venerables 8, 41004 Sevilla, Spain |
| Geo Coordinates | 37.38500, -5.99030 |
| Part of Walk | Kaiser, Kathedrale, Judería: Sevillas Altstadt zwischen Giralda, Real Alcázar und Santa Cruz |
| Generated | Generated |
Setz dich einen Moment auf eine der gekachelten Bänke der Plaza de Doña Elvira. Orangenbäume, ein niedriger Brunnen in der Mitte, Kacheln in Gelb und Blau, und ringsum weiße Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen. Der Trubel um die Kathedrale ist nur ein paar hundert Meter entfernt und doch wie abgeschaltet.
Opernfreunde horchen bei diesem Namen auf: Donna Elvira, die verlassene Geliebte aus Mozarts Don Giovanni. Mit ihr hat der Platz nichts zu tun, sein Name soll auf eine Adelige zurückgehen, deren Familie hier ein Haus besaß. Aber der Zufall passt, denn der Don-Juan-Stoff wurde in Sevilla geboren. Um 1630 erschien El burlador de Sevilla, der Verführer von Sevilla, ein Stück, das Tirso de Molina zugeschrieben wird. Von dort wanderte die Figur über Molière bis nach Prag, wo Mozarts Oper 1787 uraufgeführt wurde.
Jetzt dreh dich zur Plaza de los Venerables, nur ein paar Schritte weiter. Der große Bau mit dem Glockengiebel ist das Hospital de los Venerables, gegründet 1675 als Heim für alte und arme Priester. Die Idee hatte der Domherr Justino de Neve, ein enger Freund und Förderer des Malers Murillo. Vollendet hat den Bau gegen Ende des Jahrhunderts Leonardo de Figueroa, der Baumeister, der Sevillas Barock geprägt hat wie kaum ein anderer. Die Kirche haben Juan de Valdés Leal und sein Sohn Lucas ausgemalt, so dicht, dass du nicht weißt, wo du zuerst hinschauen sollst.
Heute ist das Gebäude ein Zentrum für die Kunst von Velázquez und seiner Zeit. Diego Velázquez wurde 1599 in Sevilla geboren und lernte hier sein Handwerk, bevor er nach Madrid ging und Hofmaler des Königs wurde. Seine Santa Rufina, eine der beiden Schutzheiligen der Stadt, wurde 2007 bei einer Auktion für dieses Haus erworben. Nach Jahrhunderten in fremden Sammlungen ist sie also gewissermaßen heimgekehrt.
Achte beim Weitergehen auf die engen Gassen ringsum, die Calle Gloria, die Calle Ximénez de Enciso. Sie verlaufen krumm und verwinkelt, denn sie gehörten zum alten jüdischen Viertel, der Judería, die einst durch eigene Mauern und Tore abgeschlossen war. Folge der Calle Ximénez de Enciso nach Nordosten bis zur Calle Santa María la Blanca. Dort steht eine Kirche, die früher eine Synagoge war.