Circus Maximus & Blick zum Palatin: Die Arena der hundertfünfzigtausend
Why is it significant?
Bleib genau hier am Aussichtspunkt des Circus Maximus stehen und blicke hinab in diese gewaltige grüne Senke. Du blickst auf die größte Sportarena, die die Menschheit je erbaut hat: sechshundert Meter lang und einhundertvierzig Meter breit.
Key Facts
| Place | Circus Maximus & Blick zum Palatin: Die Arena der hundertfünfzigtausend |
|---|---|
| Address | Via del Circo Massimo, 00186 Roma |
| Geo Coordinates | 41.88600, 12.48530 |
| Audio Duration | ~2 min |
| Part of Walk | Geheimes Antikes Rom: Kaiserpaläste, Schattengänge und der Circus Maximus |
| Generated | Generated |
Bleib genau hier am Aussichtspunkt des Circus Maximus stehen und blicke hinab in diese gewaltige grüne Senke. Du blickst auf die größte Sportarena, die die Menschheit je erbaut hat: sechshundert Meter lang und einhundertvierzig Meter breit. Während das Kolosseum fünfzigtausend Menschen fasste, jubelten und schrien in diesem Talkessel zu Zeiten von Kaiser Trajan weit über hundertfünfzigtausend römische Bürger auf steinernen Rängen. Schau hinüber zur steilen Felswand des Palatin-Hügels auf der linken Seite: Dort thronen die kolossalen Backsteinbögen des kaiserlichen Palastes Domus Augustana. Kaiser Septimius Severus ließ im zweiten Jahrhundert eine eigene kaiserliche Loge errichten, sodass die Herrscher vom Speisesaal direkt auf die wirbelnden Rennwagen hinabschauen konnten, ohne das Volk berühren zu müssen. Die viergespannten Rennwagen rasten siebenmal um die Spina, die gemauerte Mittelachse der Rennbahn, auf der riesige vergoldete Delfine und Eier die Runden zählten. Die Wagenlenker riskierten in den scharfen Kurven ihr Leben: Kollisionen, genannt Naufragia oder Schiffbrüche, rissen Pferde und Männer in den Staub. Erfolgreiche Fahrer wie Diokles wurden reich wie heutige Superstars und verdienten mehr Gold als kaiserliche Statthalter. Wo heute Jogger ihre Runden im Gras drehen, stand einst der Obelisk von Pharao Ramses dem Zweiten, den die Päpste später auf die Piazza del Popolo versetzten. Der leise Wind im Schilfgras trägt noch immer das Rumpeln hölzerner Wagenräder über zweitausend Jahre Geschichte.