Das Goldene Gässchen: Die Alchemisten von Rudolf II.

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Beende deinen Spaziergang im verträumten Kopfsteinpflaster des Goldenen Gässchens. Drücke deinen Rücken an die alte Burgmauer und staune über die winzigen, bunt bemalten Häuschen, die wie Puppenstuben direkt in die spätgotischen Wehrmauern der Burg hineingebaut wurden.

Key Facts

PlaceDas Goldene Gässchen: Die Alchemisten von Rudolf II.
AddressZlatá ulička u Daliborky, 119 00 Praha 1
Geo Coordinates50.09190, 14.40420
Part of WalkMagisches Prag: Golem, Alchemisten und die Geheimnisse der Karlsbrücke
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Beende deinen Spaziergang im verträumten Kopfsteinpflaster des Goldenen Gässchens. Drücke deinen Rücken an die alte Burgmauer und staune über die winzigen, bunt bemalten Häuschen, die wie Puppenstuben direkt in die spätgotischen Wehrmauern der Burg hineingebaut wurden. Ende des sechzehnten Jahrhunderts erlaubte Kaiser Rudolf der Zweite den Schützen der Burgwache, diese schmalen Verschläge zu errichten.

Rudolf der Zweite war besessen von Okkultismus, Alchemie und Magie. Er verwandelte Prag in die Hauptstadt der Alchemisten Europas und lud illustre Geister wie Edward Kelley und John Dee ein, um aus unedlem Blei Gold zu brennen und das Elixier des ewigen Lebens zu brauen. Obwohl viele Goldmacher in Wirklichkeit im Prager Burgviertel residierten, gab der Volksmund dieser Gasse ihren legendären Namen.

Schau auf das kleine blaue Haus Nummer zweiundzwanzig: Im eisigen Winter von neunzehnhundertsechzehn bis neunzehnhundertsiebzehn mietete der kränkelnde Franz Kafka dieses winzige Häuschen von seiner Schwester Ottla. In der absoluten nächtlichen Stille dieser Gasse schrieb Kafka viele seiner unheimlichsten Erzählungen für den Band Ein Landarzt.

Wenn die Dämmerung herabsinkt und die Laternen ihr goldenes Licht auf das Pflaster werfen, spürst du die unvergängliche Magie Prags: der Stadt der Könige, Träumer und unsterblichen Geschichten.

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