Yasaka-Pagode: Die Silhouette des Hokan-ji-Tempels
Why is it significant?
Blicken Sie die schmale Kopfsteinpflastergasse hinauf, wo sich die imposante fünfstöckige Yasaka-Pagode stolz gegen den Himmel über den bewaldeten Hügeln von Higashiyama abzeichnet.
Key Facts
| Place | Yasaka-Pagode: Die Silhouette des Hokan-ji-Tempels |
|---|---|
| Address | 388 Hokanji Yasakakamicho, Higashiyama Ward, Kyoto 605-0827, Japan |
| Geo Coordinates | 34.99850, 135.77940 |
| Part of Walk | Kyoto: Gion und Higashiyama, Geisha-Gassen und Kiyomizu-dera |
| Generated | Generated |
Blicken Sie die schmale Kopfsteinpflastergasse hinauf, wo sich die imposante fünfstöckige Yasaka-Pagode stolz gegen den Himmel über den bewaldeten Hügeln von Higashiyama abzeichnet. Die dunklen, wettergegerbten Holzetagen mit ihren geschwungenen Ziegeldächern ragen sechsundvierzig Meter empor und bilden das unbestrittene Wahrzeichen dieses historischen Stadtviertels. Zu beiden Seiten der ansteigenden Gasse drängen sich zweistöckige Holzhäuser mit Schiebeläden und zierlichen Papierlaternen, die das historische Stadtbild der Edo-Zeit vollkommen bewahrt haben.
Der Tempel Hokan-ji, zu dem die Pagode gehört, reicht der Überlieferung nach bis in das sechste Jahrhundert zurück, als Prinzregent Shotoku Taishi nach einem prophetischen Traum die erste Pagode errichten ließ. Die heutige Holzkonstruktion stammt aus dem Jahr vierzehnhundertvierzig und wurde durch den Shogun Ashikaga Yoshinori nach verheerenden Stadtbränden wiederaufgebaut. Im Mittelalter wies das dumpfe Geläut ihrer Bronzeglocken den Pilgern und Händlern den sicheren Weg durch die östlichen Ausläufer der Kaiserstadt. Bei Sonnenuntergang werfen die kunstvollen Dachvorsprünge lange, scharfe Schatten über das Kopfsteinpflaster, während die ersten warmen Laternen vor den Teehäusern entzündet werden.
Bemerkenswert ist die architektonische Erdbebensicherheit des Turms: Ein gewaltiger, freischwingender Mittelmast aus uraltem Zedernholz, der Shinbashira, reicht vom Fundament bis zur Turmspitze und gleicht seismische Schwingungen nach dem Prinzip eines Pendels seit Jahrhunderten schadlos aus. Der Glockenklang der Pagode erinnerte die Bewohner früherer Epochen stets an die Unbeständigkeit aller weltlichen Reichtümer.
Treten Sie nahe an den Sockel heran und betrachten Sie die geschnitzten Holzstreben unter den Dachvorsprüngen, die von Flechten und goldenen Verwitterungsspuren der Jahrhunderte patiniert wurden. Vor den Werkstätten der Holzschnitzer und Fächermacher bestaunen Reisende die filigrane Meisterschaft jahrhundertealter Techniken, die von Meistern an ihre Lehrlinge weitergegeben werden und das kulturelle Erbe der Kaiserstadt lebendig halten.
Folgen Sie der Pflasterstraße weiter bergan zu den berühmten geschwungenen Steintreppen von Ninenzaka und Sannenzaka. Die anmutige Pagode erinnert jeden Wanderer daran, dass wahre Schönheit in der Ausgewogenheit und stillen Harmonie aller Dinge liegt.