Niomon-Tor des Kiyomizu-dera: Das Scharlachrote Portal
Why is it significant?
Blicken Sie hinauf zu dem monumentalen zweistöckigen Niomon-Tor des Kiyomizu-dera, dessen leuchtendes Zinnoberrot feierlich vor dem satten Grün des bewaldeten Berghangs erstrahlt.
Key Facts
| Place | Niomon-Tor des Kiyomizu-dera: Das Scharlachrote Portal |
|---|---|
| Address | 1 Chome-294 Kiyomizu, Higashiyama Ward, Kyoto 605-0862, Japan |
| Geo Coordinates | 34.99490, 135.78360 |
| Part of Walk | Kyoto: Gion und Higashiyama, Geisha-Gassen und Kiyomizu-dera |
| Generated | Generated |
Blicken Sie hinauf zu dem monumentalen zweistöckigen Niomon-Tor des Kiyomizu-dera, dessen leuchtendes Zinnoberrot feierlich vor dem satten Grün des bewaldeten Berghangs erstrahlt. Eine breite Steintreppe führt zu dem vierzehn Meter hohen Bauwerk empor, das als Hauptportal des gesamten Tempelbezirks dient und ehrfürchtige Besucher aus aller Welt empfängt. Zu beiden Seiten des Portals wachen zwei kolossale Holzstatuen der Nio-Wächterkönige, deren grimmige Mienen und muskulöse Gestalten böse Geister und unlautere Gedanken vom Heiligtum fernhalten sollen.
Das ursprüngliche Tor fiel während der verheerenden Onin-Kriege im fünfzehnten Jahrhundert den Flammen zum Opfer, als weite Teile Kyotos in Schutt und Asche sanken. Das heutige Monumentaltor wurde um das Jahr fünfzehnhundert im Muromachi-Stil meisterhaft rekonstruiert und im frühen siebzehnten Jahrhundert umfassend restauriert. Wegen seiner markanten scharlachroten Pigmentierung gaben die Einwohner der Stadt dem Bauwerk schon früh den liebevollen Beinamen Akamon, das Rote Tor. Die monumentalen Flügeltüren aus massiver Eiche und die glänzenden Beschläge aus getriebenem Kupfer zeugen vom handwerklichen Geschick und der ungebrochenen Hingabe der kaiserlichen Hofbaumeister jener Epoche.
Bewundern Sie die kunstvollen Schnitzereien an den Querbalken: Detaillierte Reliefs zeigen kaiserliche Pfingstrosenblüten und wirbelnde Wolkenornamente mit Vergoldungen, während direkt unter dem Giebel eine hölzerne Schrifttafel prangt, deren Kalligraphie dem berühmten kaiserlichen Hofkalligraphen Fujiwara no Yukinari zugeschrieben wird. Ehrfürchtig verharren die Wanderer vor der Schwelle, um sich innerlich auf den Eintritt in den heiligen Tempelbezirk einzustimmen.
Verweilen Sie am Fuß des Tors und lauschen Sie dem tiefen Schlag der Glocke im benachbarten Glockenturm Shoro, der in regelmäßigen Abständen durch das Tal hallt und die Ankunft der Pilger segnet. Das Zusammenspiel aus feurigem Rotlack, dunklem Holz und dem üppigen Grün des Berghangs bildet ein unvergessliches Fotomotiv, das den majestätischen Charakter dieses traditionsreichen Pilgerortes perfekt widerspiegelt.
Durchschreiten Sie das Portal und begeben Sie sich zur weltberühmten hölzernen Freiluftbühne des Haupttempels Kiyomizu-dera.