Kodai-ji-Tempel: Die Gärten der Edlen Nene und Lackkunst

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Treten Sie auf die Kieswege des Kodai-ji und entdecken Sie ein Juwel der japanischen Gartenarchitektur an den Hängen von Higashiyama.

Key Facts

PlaceKodai-ji-Tempel: Die Gärten der Edlen Nene und Lackkunst
Address526 Shimokawaracho, Higashiyama Ward, Kyoto 605-0825, Japan
Geo Coordinates35.00080, 135.78140
Part of WalkKyoto: Gion und Higashiyama, Geisha-Gassen und Kiyomizu-dera
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Treten Sie auf die Kieswege des Kodai-ji und entdecken Sie ein Juwel der japanischen Gartenarchitektur an den Hängen von Higashiyama. Dieser elegante Tempelkomplex besticht durch seinen weitläufigen Trockengarten Hashin-tei mit riesigen Kegeln aus feinem Quarzsand sowie zwei zauberhafte Teiche, in denen sich alte Kiefern und filigrane Ahorne spiegeln. Ein überdachter Holzgang, der Garyuro oder Gang des Schlafenden Drachen, windet sich wie das Rückgrat eines Fabelwesens den Berghang hinauf und verbindet die Pavillons harmonisch miteinander.

Der Tempel wurde im Jahr sechzehnhundertsechs von der adeligen Witwe Kita no Mandokoro, bekannt als Nene, gegründet, um das Andenken an ihren verstorbenen Gemahl Toyotomi Hideyoshi, den mächtigen Einiger Japans, in Ehren zu halten. Nach dem Tod ihres Mannes trat Nene als buddhistische Nonne in dieses Kloster ein und verbrachte hier ihre letzten Lebensjahre im Gebet. Für die Ausgestaltung des Gartens gewann sie den berühmtesten Landschaftsarchitekten der Epoche, Kobori Enshu. Während der Frühlings- und Herbstmonate wird das gesamte Gartenareal nach Einbruch der Dunkelheit kunstvoll beleuchtet, wodurch die Spiegelungen im Wasser eine geradezu überirdische Schönheit entfalten.

Weltberühmt ist das Mausoleum Otamaya für seine einzigartige Lackkunst im Stil des Kodai-ji Makie: Auf den Altartüren und Treppenstufen sind kunstvolle Muster aus eingestreutem Gold- und Silberstaub auf feinstem Urushi-Lack zu sehen, die die Herbstflora der Region meisterhaft einfangen. Die Besucher wandeln schweigend über die gewundenen Holzstege und lassen die vollendete Harmonie der Formen auf sich wirken.

Durchqueren Sie den kleinen Bambushain am oberen Hang und lauschen Sie dem sanften Rascheln der schlanken Halme im Abendwind, während die Dämmerung heraufzieht. Das leise Knirschen des Kieses unter den Schritten und der würzige Duft von feuchtem Moos und Bergkiefern schaffen einen vollkommenen Rückzugsort für Geist und Seele inmitten der geschäftigen Großstadt.

Verlassen Sie den Tempelbezirk und spazieren Sie durch das Westtor direkt auf das prächtige Areal des Yasaka-Schreins zu.

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