Krakus-Hügel auf den Krzemionki: Das heidnische Grab des Stadtgründers

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Erklimme die Graskuppe des Krakus-Hügels auf dem Felsrücken der Krzemionki und blicke ehrfürchtig über das gesamte Panorama von Krakau. Mit einer Höhe von sechzehn Metern und einem Basisdurchmesser von über sechzig Metern ist dies der älteste menschengemachte Monumentalbau der Stadt.

Key Facts

PlaceKrakus-Hügel auf den Krzemionki: Das heidnische Grab des Stadtgründers
Addressul. Franciszka Maryewskiego, 30-544 Kraków, Poland
Geo Coordinates50.03810, 19.95850
Part of WalkPodgórze, das Krakauer Ghetto und Schindlers Emaillefabrik
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Erklimme die Graskuppe des Krakus-Hügels auf dem Felsrücken der Krzemionki und blicke ehrfürchtig über das gesamte Panorama von Krakau. Mit einer Höhe von sechzehn Metern und einem Basisdurchmesser von über sechzig Metern ist dies der älteste menschengemachte Monumentalbau der Stadt. Der Legende nach schüttete das Volk diesen Erdhügel im achten Jahrhundert mit den eigenen Händen auf, um den weisen Herrscher König Krak zu bestatten. Krak war der mythische Begründer Krakaus, der die Stadt vom menschenfressenden Wawel-Drachen befreite und Frieden über das Weichselland brachte.

Archäologische Ausgrabungen der 1930er Jahre brachten im Inneren des Hügels ein aufwendiges Gerüst aus geflochtenen Eichenbalken und Kalkstein zum Vorschein. Darin entdeckten Forscher eine bronzene awarische Gürtelschnalle aus dem siebten Jahrhundert sowie Spuren uralter slawischer Brandopferfeuer. Verblüffend ist die astronomische Ausrichtung: Am Tag der Sommersonnenwende geht die Sonne exakt über dem gegenüberliegenden Wanda-Hügel auf. Umgekehrt sieht man vom Wanda-Hügel am Tag der Wintersonnenwende die Sonne genau hinter dem Krakus-Hügel untergehen, was auf einen uralten Sonnen- und Jahreszeitenkult hinweist.

Jedes Jahr am Dienstag nach Ostern findet an den Hängen das uralte Frühlingsfest Rękawka statt, dessen Wurzeln tief in slawischen Ahnenkulten liegen. Einst warfen die Bürger von der Kuppe Eier, Lebkuchen, Äpfel und Münzen hinab, die von armen Kindern am Fuße des Hügels aufgefangen wurden. Von hier oben überblickst du die Weichselbögen, die roten Dächer von Kazimierz, die Wawel-Burg und die fernen schneebedeckten Zacken der Hohen Tatra am südlichen Horizont. Es ist der kraftvollste und erhabenste Aussichtspunkt der gesamten Region.

Während des Zweiten Weltkriegs blickten Wehrmachtssoldaten von Flakstellungen auf diesem Hügel auf das brennende Ghetto und die Lagerbaracken hinab. Der Hügel blieb als stummer Zeuge Jahrtausende währender Besiedlungsgeschichte unzerstört erhalten. Er verbindet prähistorische Mythologie mit den tragischsten Ereignissen der mitteleuropäischen Geschichte.

Steige den südöstlichen Grashang hinab zu den bizarren Abbruchkanten des alten Industriegebiets. Dort blickst du in den gewaltigen Krater des Liban-Steinbruchs mit seinen rostigen Relikten.

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