Planten un Blomen Tropengewächshäuser

Why is it significant?

Treten Sie vor die kühnen Glasdächer der Tropengewächshäuser, die sich wie gläserne Kristalle zwischen alten Parkbäumen erheben. Hier im Park Planten un Blomen, was auf Plattdeutsch schlicht Pflanzen und Blumen bedeutet, tauchen Sie unvermittelt in exotische Klimazonen ein.

Key Facts

PlacePlanten un Blomen Tropengewächshäuser
AddressHolstenwall, 20355 Hamburg, Germany
Geo Coordinates53.56000, 9.98600
Part of WalkNeustadt, Binnenalster, Jungfernstieg und Wallanlagen: Hanseatischer Glanz und Grüne Oasen
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Treten Sie vor die kühnen Glasdächer der Tropengewächshäuser, die sich wie gläserne Kristalle zwischen alten Parkbäumen erheben. Hier im Park Planten un Blomen, was auf Plattdeutsch schlicht Pflanzen und Blumen bedeutet, tauchen Sie unvermittelt in exotische Klimazonen ein. Riesige Palmen, tropische Wasserlilien und uralte Kakteen entführen in ferne Erdteile. Unter den weiten Glaskuppeln herrscht ein feuchtwarmes Tropenklima, das den Besucher schlagartig in ferne Urwälder versetzt.

Die Schaugewächshäuser wurden anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung des Jahres 1963 errichtet und gelten als herausragendes Denkmal der Nachkriegsmoderne. Der Architekt Bernhard Hermkes schuf eine hängende Glasdachkonstruktion ohne störende Pfeiler im Innenraum. Die filigranen Hängekonstruktionen ermöglichen riesige freitragende Hallen, in denen selbst hochgewachsene Palmen ungehindert wachsen können. Jeder Stein und jeder Balken atmet hier den unverwechselbaren Geist einer Stadt, die seit Jahrhunderten von Kaufmannsmut und hanseatischer Weltoffenheit geprägt wird. Generationen von Kaufleuten, Seefahrern und Baumeistern hinterließen hier ihre unverwechselbaren Spuren im lebendigen Stadtbild.

Auf einer Fläche von rund zweitausendachthundert Quadratmetern verteilen sich fünf verschiedene Klimabereiche: vom feuchtwarmen Tropenhaus über das Subtropenhaus bis hin zum trockenen Kakteenhaus. Exotische Vögel und fleischfressende Pflanzen faszinieren botanische Entdecker jeden Alters. Besucher bestaunen die riesigen Blätter der Amazonas-Seerose Victoria cruziana, die sogar kleine Kinder auf dem Wasser tragen können. Wer mit offenen Augen durch diese Straßen geht, entdeckt faszinierende Details, die vom unaufhaltsamen Wandel der Hafenmetropole zeugen.

Die Ursprünge dieses Botanischen Gartens reichen bis ins Jahr 1821 zurück, als der Hamburger Naturforscher Johann Lehmann hier den ersten bürgerlichen Arzneipflanzengarten anlegte. Viele Pflanzenraritäten haben hier eine jahrhundertelange Tradition. Führungen vermitteln hier wertvolles Wissen über die Bedrohung der tropischen Regenwälder und den unverzichtbaren Schutz der Artenvielfalt. Das Zusammenspiel aus Wind, Wasser und kühner Baukunst verleiht diesem Ort zu jeder Jahreszeit eine ganz eigene, fast magische Stimmung.

Wir folgen nun den geschwungenen Wegen tiefer in den Park hinein. Wenige Minuten Fußweg bringen uns zum stillen Zauber des Japanischen Gartens. Tief durchatmend folgen wir den Parkpfaden weiter zu einem Ort vollkommener Harmonie.

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