Große Wallanlagen und Wasserlichtorgel
Why is it significant?
Blicken Sie über die weite Wasserfläche des Parksees in den Großen Wallanlagen, an dessen Ufern sanft abfallende Rasenhänge zum Entspannen einladen.
Key Facts
| Place | Große Wallanlagen und Wasserlichtorgel |
|---|---|
| Address | Holstenwall, 20355 Hamburg, Germany |
| Geo Coordinates | 53.55750, 9.97900 |
| Part of Walk | Neustadt, Binnenalster, Jungfernstieg und Wallanlagen: Hanseatischer Glanz und Grüne Oasen |
| Generated | Generated |
Blicken Sie über die weite Wasserfläche des Parksees in den Großen Wallanlagen, an dessen Ufern sanft abfallende Rasenhänge zum Entspannen einladen. Hier, wo im siebzehnten Jahrhundert mächtige Festungswälle feindliche Kanonen abwehren sollten, genießen die Hamburger heute eine ihrer grünsten Freizeitoasen. Im Sommer verwandelt sich der See allabendlich in ein magisches Meer aus Licht und Musik. Auf den sonnigen Rasenhängen rund um den See finden Hamburger und Gäste im Sommer einen wunderbaren Ort für ein gemütliches Picknick.
Die berühmte Hamburger Wasserlichtorgel verzaubert das Publikum seit der Gartenbauausstellung des Jahres 1953. Über hunderte feine Düsen werden gigantische Wasserfontänen bis zu fünfzig Meter hoch in den Nachthimmel geschossen und von farbigen Scheinwerfern synchron zur Musik illuminiert. Hinter den Kulissen arbeitet eine ausgeklügelte Pumpen- und Lichttechnik, die das Wasser in schillernden Farben synchron zur Musik tanzen lässt. Jeder Stein und jeder Balken atmet hier den unverwechselbaren Geist einer Stadt, die seit Jahrhunderten von Kaufmannsmut und hanseatischer Weltoffenheit geprägt wird.
Ein Musiker steuert die Wasserfontänen und Lichtfarben live von einem Spielpult am Seeufer aus wie ein echtes Tasteninstrument. Werke von Händel, Tschaikowsky oder zeitgenössische Filmmusiken verschmelzen dabei mit dem Rauschen des Wassers zu einer poetischen Symphonie. Die Abendkonzerte unter freiem Himmel sind für Generationen von Hamburgern eine der liebsten und romantischsten Sommertraditionen der Stadt. Wer mit offenen Augen durch diese Straßen geht, entdeckt faszinierende Details, die vom unaufhaltsamen Wandel der Hafenmetropole zeugen.
Wo wir heute spazieren, lag einst die Bastion Rudolfus der Hamburger Stadtbefestigung. Als Napoleon die Stadt Anfang des neunzehnten Jahrhunderts besetzte, wurden die Bastionen geschleift und durch den Landschaftsgärtner Isaak Altmann in diese weitläufigen englischen Parks verwandelt. Von den Höhen der alten Erdwälle genießt man reizvolle Ausblicke auf die historischen Türme der Neustadt und des Michels.
Setzen wir unseren Weg entlang der alten Festungslinie fort. Unser finaler Halt führt uns zum monumentalen Backsteinbau des Museums für Hamburgische Geschichte. Unser Spaziergang nähert sich seinem krönenden geschichtlichen Abschluss am Museum.