Japanischer Garten und Teehaus

Why is it significant?

Verlangsamen Sie Ihre Schritte und betreten Sie den Japanischen Garten, in dem plätschernde Wasserläufe, behauene Felsblöcke und kunstvoll geformte Kiefern eine Atmosphäre tiefer Ruhe ausstrahlen.

Key Facts

PlaceJapanischer Garten und Teehaus
AddressHolstenwall, 20355 Hamburg, Germany
Geo Coordinates53.56150, 9.98250
Part of WalkNeustadt, Binnenalster, Jungfernstieg und Wallanlagen: Hanseatischer Glanz und Grüne Oasen
GeneratedGenerated

Open the walk

Verlangsamen Sie Ihre Schritte und betreten Sie den Japanischen Garten, in dem plätschernde Wasserläufe, behauene Felsblöcke und kunstvoll geformte Kiefern eine Atmosphäre tiefer Ruhe ausstrahlen. Vor Ihnen spiegelt sich das traditionelle Holzteehaus auf der glatten Oberfläche eines malerischen Teiches. Sie stehen im größten und authentischsten japanischen Landschaftsgarten ganz Europas. Das leise Gurgeln der künstlichen Bäche und das sanfte Rauschen des Bambus lassen den Lärm der Metropole völlig vergessen.

Der Garten wurde im Jahr 1990 von dem renommierten Gartenarchitekten Yoshikuni Araki aus Osaka gestaltet und folgt streng den Prinzipien der klassischen Zen-Philosophie. Jeder einzelne Stein, jede Brücke und jede Wasserbiegung wurde millimetergenau nach kosmologischen Regeln ausgerichtet. Yoshikuni Araki wählte jeden Stein persönlich aus und platzierte ihn so, dass ein perfektes Gleichgewicht zwischen den Kräften der Natur entsteht. Jeder Stein und jeder Balken atmet hier den unverwechselbaren Geist einer Stadt, die seit Jahrhunderten von Kaufmannsmut und hanseatischer Weltoffenheit geprägt wird.

Im reetgedeckten Teehaus finden von Mai bis Oktober authentische japanische Teezeremonien statt, bei denen Gäste die meditative Kunst des Matchatees kennenlernen können. Meisterinnen der Urasenke-Teeschule führen dort die jahrhundertealten Rituale der Gastfreundschaft vor. Die traditionelle Teezeremonie lehrt Achtsamkeit, Respekt und die Kunst, im flüchtigen Moment vollkommene Vollkommenheit zu finden. Wer mit offenen Augen durch diese Straßen geht, entdeckt faszinierende Details, die vom unaufhaltsamen Wandel der Hafenmetropole zeugen.

Achten Sie auf die sogenannten Mondbetrachtungssteine und die sorgsam geharkten Kiesflächen, die das ewige Meer versinnbildlichen. Das Zusammenspiel aus Wasser, Moos und Fels soll den Geist von aller Hektik des Alltags reinigen. Im Frühjahr verzaubert die rosa Blütenpracht der Zierkirschen, während im Herbst der japanische Ahorn in leuchtendem Purpurrot erstrahlt. Das Zusammenspiel aus Wind, Wasser und kühner Baukunst verleiht diesem Ort zu jeder Jahreszeit eine ganz eigene, fast magische Stimmung.

Wir wandern nun weiter entlang der ehemaligen Wallgräben nach Süden. Vor uns liegen die Großen Wallanlagen mit dem berühmten Parksee und der Wasserlichtorgel. Begleitet von dieser inneren Ruhe wandern wir weiter entlang der alten Festungswälle.

Nearby stories