Museumsschiff Cap San Diego
Why is it significant?
Blicken Sie auf die elegant geschwungenen Linien der schneeweißen Cap San Diego, die majestätisch an der traditionsreichen Überseebrücke festgemacht hat.
Key Facts
| Place | Museumsschiff Cap San Diego |
|---|---|
| Address | Überseebrücke, 20459 Hamburg, Germany |
| Geo Coordinates | 53.54350, 9.97650 |
| Part of Walk | Hafenrand, Landungsbrücken, St. Pauli und Reeperbahn: Seefahrt, Michel und Kiez |
| Generated | Generated |
Blicken Sie auf die elegant geschwungenen Linien der schneeweißen Cap San Diego, die majestätisch an der traditionsreichen Überseebrücke festgemacht hat. Als letztes erhaltenes Exemplar einer Serie von sechs baugleichen Schnellfrachtern der Reederei Hamburg Süd lief dieser stolze Frachter 1961 auf der Deutschen Werft in Hamburg-Finkenwerder vom Stapel. Wegen ihrer schnittigen Yachtform, der roten Schornsteinmarke und den elegant geneigten Ladebäumen wurde die Schiffsklasse von Seeleuten weltweit liebevoll als Weiße Schwäne des Südatlantiks bezeichnet. Über zwanzig Jahre lang transportierte die Cap San Diego Kaffee, Rindfleisch, Fruchtsäfte und Maschinen im Liniendienst zwischen Hamburg und den südamerikanischen Häfen Santos, Buenos Aires und Montevideo. Heute ist das Schiff das größte fahrtüchtige Museums-Stückgutschiff der Erde; Besucher können vom Kommandostand über die Mannschaftsquartiere bis tief hinab in die riesige Maschinenhalle mit dem dröhnenden Zweitakt-Dieselmotor vordringen. Mehrmals im Jahr legt der weiße Frachter mit ehrenamtlicher Besatzung zu Gästefahrten auf die Nordsee ab. Er steht für den glanzvollen Schlusspunkt der klassischen Frachtschifffahrt vor dem Siegeszug der genormten Überseecontainer. Das stattliche weiße Schiff erinnert eindrucksvoll an den Glanz und die Zuverlässigkeit der Hamburger Linienschifffahrt nach Südamerika. Die original erhaltenen Laderäume vermitteln den Besuchern bis heute den authentischen Duft von Kaffee, Hartholz und Maschinenöl. Die makellos lackierten Ladebäume und die gepflegten Teakholzdecks zeugen von der liebevollen Hingabe der ehrenamtlichen Mannschaft des Museumsschiffes.
Bestaunen Sie den gewaltigen Neunzylinder-Zweitakt-Dieselmotor im Bauch des Schiffes: Seine mehr als elftausendsechshundert PS trieben den Frachter mit zwanzig Knoten über den Atlantik. Ein Rundgang durch die holzgetäfelten Offiziersmessen lässt den gediegenen Reisekomfort der 1960er Jahre auf hoher See lebendig spüren.
Neben tausenden Tonnen Stückgut beförderte die Cap San Diego in luxuriösen Außenkabinen stets auch bis zu zwölf Passagiere, die die ruhige Seereise nach Südamerika schätzten.
Als das Schiff 1986 kurz vor der Verschrottung in Schanghai stand, kaufte die Stadt Hamburg den Frachter in letzter Minute zurück, um ihn der Nachwelt zu bewahren.
Gehen Sie nun wenige Schritte landeinwärts zum U-Bahnhof Baumwall und betrachten Sie das geschwungene Slomanhaus.