Palast Dar al-Horra (Residenz von Boabdils Mutter)

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Treten Sie durch das schlichte Portal in den Palast Dar al-Horra, eine erlesene nasridische Residenz des vierzehnten Jahrhunderts, deren arabischer Name das „Haus der Freien Frau“ oder der edlen Dame bedeutet.

Key Facts

PlacePalast Dar al-Horra (Residenz von Boabdils Mutter)
AddressCallejón de las Monjas s/n, 18010 Granada, Spain
Geo Coordinates37.18370, -3.59630
Part of WalkAlbaicín und Historisches Zentrum: Maurisches Viertel, Königsgräber und Renaissance
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Treten Sie durch das schlichte Portal in den Palast Dar al-Horra, eine erlesene nasridische Residenz des vierzehnten Jahrhunderts, deren arabischer Name das „Haus der Freien Frau“ oder der edlen Dame bedeutet. Auf dem Gipfel der alten Ziriden-Festung Alcazaba Cadima erbaut, diente dieses Anwesen als privater Wohnsitz der Sultana Aixa al-Horra, der willensstarken Mutter Boabdils, des letzten Emirs von Granada. Abseits der offiziellen Staatszeremonien der Alhambra gewährt dieses intime Palais seltene Einblicke in das häusliche Leben und die hohe gesellschaftliche Stellung der königlichen Frauen in al-Andalus. Das zurückgezogene Anwesen diente als sichere Zufluchtsstätte während der erbitterten Palastintrigen und blutigen Fehden rivalisierender Adelsgeschlechter, welche die letzten Jahrzehnte des Königreiches Granada erschütterten. In den stillen Sälen versammelte die kluge Königsmutter ihre treuesten Ratgeber, um das Schicksal ihrer bedrängten Dynastie zu lenken. Die erlesenen Stuckverzierungen der Empfangsräume zeugen von der feinsinnigen Kultur und dem hohen Bildungsgrad der nasridischen Hofgesellschaft.

Betreten Sie den zentralen Innenhof und bewundern Sie die vollkommene Ausgewogenheit des rechteckigen Wasserbeckens, das von schlanken Rundsäulen und filigranen Hufeisenarkaden gesäumt wird: Die Wände tragen meisterhafte Stuckfriese mit kufischen Inschriften, die göttlichen Segen und das nasridische Motto „Es gibt keinen Sieger außer Gott“ wiederholen. Steigen Sie auf den zierlichen Aussichtsturm, um kunstvoll geschnitzte Zedernholzdecken und einen herrlichen Panoramablick über das Dächermeer des Albaicín zu genießen.

Königin Aixa war berühmt für ihr politisches Geschick: Sie widersetzte sich entschieden ihrem Ehemann Muley Hacén, als dieser eine christliche Konkubine bevorzugte, und führte den Aufstand an, der ihren Sohn Boabdil auf den Thron brachte. Nach dem Fall Granadas soll sie ihm weinend zugerufen haben: „Weine wie eine Frau um das, was du nicht wie ein Mann verteidigen konntest“.

Betrachten Sie die Stuckornamente der Nordgalerie: Dort sind Schriftbänder mit Segenswünschen für anhaltendes Glück und Gesundheit eingearbeitet.

Verlassen Sie den Palast und gehen Sie wenige Schritte ostwärts zur großen maurischen Zisterne Aljibe del Rey.

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