Zisterne Aljibe del Rey und das Maurische Wassernetz

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Betreten Sie den idyllischen Gartenhof des Aljibe del Rey, der Königszisterne, verborgen hinter den Mauern eines traditionellen Carmens an der Placeta del Cristo de las Azucenas.

Key Facts

PlaceZisterne Aljibe del Rey und das Maurische Wassernetz
AddressPlaceta del Cristo de las Azucenas s/n, 18010 Granada, Spain
Geo Coordinates37.18330, -3.59470
Part of WalkAlbaicín und Historisches Zentrum: Maurisches Viertel, Königsgräber und Renaissance
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Betreten Sie den idyllischen Gartenhof des Aljibe del Rey, der Königszisterne, verborgen hinter den Mauern eines traditionellen Carmens an der Placeta del Cristo de las Azucenas. Dieses monumentale unterirdische Wasserreservoir aus dem elften Jahrhundert war die größte und bedeutendste öffentliche Zisterne des islamischen Granada, mit einem Fassungsvermögen von über dreihundert Kubikmetern frischem Bergquellwasser. Von den Ziriden-Emiren angelegt, um die Trinkwasserversorgung der Festungsstadt selbst während monatelanger Belagerungen sicherzustellen, bildete dieser Bau das Herzstück eines hochentwickelten hydraulischen Netzes. Die monumentalen Gewölbekammern wurden aus speziell gebrannten Ziegeln gemauert und mit hydraulischem Kalkmörtel abgedichtet, um eine jahrhundertelange Wasserspeicherung ohne jegliche Sickerverluste zu garantieren. Durch ein Netz verborgener Kanäle wurden die umliegenden Brunnenanlagen und herrschaftlichen Palastgärten des Viertels gleichmäßig mit Wasser versorgt. Die Zisterne sicherte das Überleben tausender Bürger des Viertels und gilt als Meilenstein der hydraulischen Ingenieurskunst des Mittelalters. Das Bauwerk zeugt von der hohen Wertschätzung, die man der gerechten Verteilung kostbaren Wassers im maurischen Spanien beimaß.

Steigen Sie hinab in die kühlen Ziegelgewölbe: Vier weitläufige Hallen mit massiven Pfeilern und Rundbögen wurden mit rotem Almagre-Mörtel wasserdicht versiegelt, der das Becken seit fast tausend Jahren instand hält. Gespeist wurde die Zisterne über den historischen Bewässerungskanal Acequia de Aynadamar, eine elf Kilometer lange Wasserleitung, die frisches Bergquellwasser aus dem Gebirgsdorf Alfacar direkt in die Brunnen des Albaicín führte.

Heute beherbergt das Gebäude die Stiftung AguaGranada, die sich der Erforschung des andalusischen Wassererbes widmet. Im gesamten Viertel gab es mehr als zwanzig öffentliche Zisternen neben Moscheen, an denen sich die Bewohner unentgeltlich mit Trinkwasser versorgen und rituelle Waschungen vor dem Gebet vollziehen konnten.

Sprechen Sie ein paar Worte im leeren Ziegelgewölbe: Das Echo hallt über sechs Sekunden lang zwischen den historischen Mauern wider.

Spazieren Sie durch die kopfsteingepflasterten Gassen ostwärts zum lebhaften Marktplatz der Plaza Larga.

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