Basilika Sankt Gereon und Dekagon

Why is it significant?

Treten Sie andächtig vor das mächtige Portal von Sankt Gereon und blicken Sie hinauf zu diesem unvergleichlichen architektonischen Wunderwerk der Sakralbaukunst.

Key Facts

PlaceBasilika Sankt Gereon und Dekagon
AddressGereonshof 2, 50670 Köln, Deutschland
Geo Coordinates50.94320, 6.94590
Part of WalkRomanische Kirchen, Ringe und Belgisches Viertel: Kaiserliche Dekagone, Stadtgarten und kreative Veedel
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Treten Sie andächtig vor das mächtige Portal von Sankt Gereon und blicken Sie hinauf zu diesem unvergleichlichen architektonischen Wunderwerk der Sakralbaukunst. Unter den zwölf großen romanischen Kirchen von Köln nimmt Sankt Gereon eine absolute Sonderstellung ein, denn ihr zentrales Schiff bildet ein monumentales zehneckiges Dekagon. Als dieser gewaltige Kuppelbau im Jahr 1227 vollendet wurde, war er die größte freitragende Kuppel des gesamten Abendlandes zwischen der Hagia Sophia in Konstantinopel und dem Dom von Florenz.

Betrachten Sie die kunstvollen spätantiken Mauerschichten im unteren Bereich des Zehnecks, die bis in das vierte Jahrhundert nach Christus zurückreichen. Römische Legionäre errichteten hier einen ovalen Memorialbau zu Ehren des heiligen Gereon und seiner thebäischen Gefährten. Der Legende nach starben die christlichen Soldaten unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod, weil sie sich weigerten, römischen Göttern heidnische Opfer darzubringen. Die gewaltigen Quadersteine und das Zusammenspiel aus römischer Antike und rheinischer Romanik machen diesen Ort zu einem unvergleichlichen Denkmal europäischer Baukunst.

Treten Sie in den atemberaubenden Innenraum und spüren Sie die mystische Atmosphäre, wenn das Sonnenlicht durch die modernen Farbfenster von Georg Meistermann fällt. Der Raum ist erfüllt von feierlicher Erhabenheit. In der romanischen Krypta unter dem Altarraum können Sie uralte römische Mosaikböden aus dem elften Jahrhundert bewundern, auf denen David und Goliath im ewigen Kampf dargestellt sind. Die Einzigartigkeit dieses Baus faszinierte schon mittelalterliche Chronisten, die den Sakralraum als eines der größten Wunder des Abendlandes rühmten.

Die statische Kühnheit dieses Dekagons verblüffte die Zeitgenossen maßlos. Das oval gestreckte Kuppelgewölbe misst fast einundzwanzig Meter im Durchmesser und wird außen durch mächtige Strebepfeiler und Rundtürme gestützt. Über achthundert Jahre lang widerstand diese kühne Konstruktion allen Erdbeben, Feuersbrünsten und Kriegswirren, was die Kölner Bürger seit jeher als himmlisches Schutzzeichen deuten. Die einzigartige Akustik unter dem weiten Gewölbe lässt Chorgesänge wie überirdische Sphärenklänge durch den Raum schweben und zieht Kunstkenner in ihren Bann.

Verlassen Sie die Basilika durch das romanische Nordportal und spazieren Sie gemächlich zum Gereonswall, wo die mittelalterliche Stadtmauer mit ihren Zinnen auf Sie wartet.

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