Kölner Zeughaus und Stadtmuseum
Why is it significant?
Blicken Sie auf den monumentalen roten Backsteinbau des Kölner Zeughauses, der sich mit seinen geschwungenen Volutengiebeln majestätisch über die Straße erhebt.
Key Facts
| Place | Kölner Zeughaus und Stadtmuseum |
|---|---|
| Address | Zeughausstraße 1, 50667 Köln, Deutschland |
| Geo Coordinates | 50.94080, 6.95250 |
| Part of Walk | Romanische Kirchen, Ringe und Belgisches Viertel: Kaiserliche Dekagone, Stadtgarten und kreative Veedel |
| Generated | Generated |
Blicken Sie auf den monumentalen roten Backsteinbau des Kölner Zeughauses, der sich mit seinen geschwungenen Volutengiebeln majestätisch über die Straße erhebt. Dieses mächtige Waffenlager wurde zwischen 1594 und 1606 im Stil der niederländischen Renaissance unmittelbar auf den Resten der römischen Stadtmauer errichtet. Hier lagerte die freie Reichsstadt Köln ihr gesamtes militärisches Arsenal: Hunderte schwere Kanonen, Musketen, Rüstungen und Schießpulvervorräte, um sich gegen Angriffe von Fürsten und Erzbischöfen zu wappnen.
Wenn Sie Ihren Blick auf den Turmhelm richten, sticht sofort ein spektakuläres Kunstwerk ins Auge: das goldene Flügelauto des Aktionskünstlers HA Schult. Ein echter Ford Fiesta wurde mit mächtigen Adlerflügeln versehen und im Rahmen der Aktion Fetisch Auto 1991 auf die Spitze des Treppenturms montiert. Was als temporäre Kunstaktion gedacht war, wurde von den Kölnern so ins Herz geschlossen, dass der fliegende Wagen dauerhaft bleiben durfte. Die wehrhafte Architektur und das freche Flügelauto auf dem Dach zeigen die perfekte Symbiose aus Kölner Geschichte, Tradition und rheinischem Humor.
Über Jahrzehnte hinweg beherbergte das Zeughaus das Kölnische Stadtmuseum, in dem Besucher anhand von Tausenden kostbaren Exponaten die zweitausendjährige Geschichte der Metropole nacherleben konnten: von römischen Grabstelen über mittelalterliche Zunftsiegel bis hin zum originalen Kölner Karnevalsorden und Nachkriegsfotos. Die massiven Backsteingiebel spiegeln den hanseatischen und niederländischen Einfluss wider, der Kölns Baukunst über Jahrhunderte maßgeblich bereicherte.
Die massiven Kreuzgratgewölbe im Erdgeschoss ruhen auf wuchtigen Pfeilern und waren so konstruiert, dass selbst die schwersten bronzenen Belagerungsgeschütze sicher abgestellt werden konnten. Die Kölner Bürger waren stolz darauf, dass ihre Waffenkammer zu den modernsten und am besten gefüllten Rüstkammern des gesamten Rheinlands zählte. Hier spürt man den unverkennbaren Charakter einer traditionsbewussten, aber weltoffenen Metropole, die ihre reiche Vergangenheit mit Stolz bewahrt.
Hier an der Nahtstelle zwischen römischer Antike, mittelalterlicher Wehrkraft und moderner Kunst endet unser Spaziergang durch die Romanik und Ringe Kölns: Lassen Sie die reichen Eindrücke in einem der nahegelegenen Cafés entspannt nachklingen!