Malakoffturm und Drehbrücke
Why is it significant?
Blicken Sie auf die trutzigen Zinnen des Malakoffturms, der wie eine mittelalterliche Ritterburg die nördliche Hafeneinfahrt bewacht. Dieser rote Backsteinturm wurde im Jahr 1855 von den Preußen als Teil des Kölner Festungsgürtels errichtet.
Key Facts
| Place | Malakoffturm und Drehbrücke |
|---|---|
| Address | Holzmarkt 1, 50676 Köln, Deutschland |
| Geo Coordinates | 50.93350, 6.96320 |
| Part of Walk | Südstadt, Severinsviertel und Rheinauhafen: Kölsches Veedel, romanische Wurzeln und moderne Kranhäuser |
| Generated | Generated |
Blicken Sie auf die trutzigen Zinnen des Malakoffturms, der wie eine mittelalterliche Ritterburg die nördliche Hafeneinfahrt bewacht. Dieser rote Backsteinturm wurde im Jahr 1855 von den Preußen als Teil des Kölner Festungsgürtels errichtet. Seinen Namen erhielt er in Erinnerung an das Fort Malakow im Krimkrieg, das damals als Inbegriff uneinnehmbarer Festungsbaukunst galt und die militärische Fantasie ganz Europas nachhaltig beflügelte. Mit seinen Schießscharten und Zinnenkronen sollte er preußische Entschlossenheit demonstrieren.
Der Turm hatte jedoch keineswegs nur militärische Aufgaben zu erfüllen: In seinem Inneren befand sich eine ausgeklügelte Dampfmaschinenanlage, die den hydraulischen Druck erzeugte, um die benachbarte eiserne Drehbrücke zu bewegen. Bei der Einfahrt von Lastkähnen schwang die tonnenschwere Brücke lautlos zur Seite und gab die Hafeneinfahrt frei. Es war ein technisches Meisterwerk des Kölner Maschinenbaus jener Epoche, das damals Besucher aus nah und fern anlockte.
Die Drehbrücke aus dem Jahr 1896 ist die älteste noch funktionstüchtige bewegliche Brücke im gesamten Kölner Stadtgebiet. Wenn Schiffe heute das Hafenbecken ansteuern, dreht sich die filigrane Fachwerkkonstruktion noch immer elegant auf ihrem zentralen Pfeiler. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick zurück über das Hafenbecken bis zu den markanten Kranhäusern, während unter Ihnen das Wasser des Rheins vorbeiströmt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel der Malakoffturm zusehends, bis er in den 1980er Jahren aufwendig saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Heute dient der Turm als stimmungsvoller Veranstaltungsort für Kunstausstellungen, Weinabende und exklusive Feiern mitten am Wasser und bildet den perfekten Schlusspunkt dieses architektonischen Ensembles.
Hier an der Nahtstelle zwischen Südstadt, Rheinauhafen und Altstadt endet unser Spaziergang durch das Kölner Severinsviertel: Genießen Sie den Ausblick auf die vorbeiziehenden Rheinschiffe und lassen Sie den Tag am Ufer entspannt ausklingen! Kehren Sie in eines der gemütlichen Lokale am Holzmarkt ein und lassen Sie die faszinierenden Kontraste zwischen preußischer Festungsbaukunst und moderner Hafenarchitektur noch einmal Revue passieren.