Hohenzollernbrücke und Rheinterrasse

Why is it significant?

Spüren Sie das rhythmische Vibrieren der Gleise unter Ihren Füßen, während Sie auf den breiten Fußgängersteg der Hohenzollernbrücke hinaustreten.

Key Facts

PlaceHohenzollernbrücke und Rheinterrasse
AddressHohenzollernbrücke, 50667 Köln, Deutschland
Geo Coordinates50.94160, 6.96480
Part of WalkAltstadt, Kölner Dom, Rathaus und Rheinufer: Zweitausend Jahre zwischen Gotik, Römern und Kölsch
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Spüren Sie das rhythmische Vibrieren der Gleise unter Ihren Füßen, während Sie auf den breiten Fußgängersteg der Hohenzollernbrücke hinaustreten. Diese stählerne Dreifachbogenbrücke ist der meistbefahrene Eisenbahnknotenpunkt ganz Deutschlands und verbindet das Herz von Köln mit der rechten Rheinseite. Täglich rollen über zwölfhundert Züge über ihre sechs Gleise, während zu beiden Seiten unzählige Spaziergänger den majestätischen Strom überqueren und die unvergleichliche Aussicht genießen.

Blicken Sie auf die endlosen Gitterroste entlang des Gehwegs, die unter dem gewaltigen Gewicht von geschätzt über fünfhunderttausend bunten Vorhängeschlössern förmlich versinken. Seit dem Jahr 2008 bringen Liebespaare aus aller Welt hier ihre gravierten Schlösser an und werfen den Schlüssel anschließend gemeinsam in die Fluten des Rheins, um ewige Verbundenheit zu besiegeln. Das zusätzliche Gewicht der Schlösser wird inzwischen auf über vierzig Tonnen geschätzt, was die Brückenkonstruktion auf eine harte Belastungsprobe stellt.

Am westlichen Brückenkopf thronen die kolossalen bronzenen Reiterstandbilder der preußischen Könige und deutschen Kaiser aus dem Hause Hohenzollern. Wilhelm der Erste und Friedrich Wilhelm der Vierte blicken mit ernster Miene über den Strom. Die Monumentalskulpturen überstanden wie durch ein Wunder die Sprengung der Brücke durch deutsche Wehrmachtspioniere in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 und stehen heute unter Denkmalschutz.

Die Brücke besaß ursprünglich wuchtige neoromanische Portaltürme aus rotem Sandstein, die den Brückeneingang wie eine uneinnehmbare mittelalterliche Festung wirken ließen. Nach dem Krieg entschied sich die Kölner Stadtverwaltung jedoch ganz bewusst gegen den Wiederaufbau dieser martialischen Türme, um dem Bauwerk eine leichtere, friedliche und funktionale Gestalt zu verleihen, die dem modernen Geist der weltoffenen Rheinmetropole entspricht.

Wenden Sie den Blick nun flussaufwärts nach Süden und steigen Sie über die sanften Stufen hinab zur Frankenwerft, wo der weitläufige Rheingarten mit seinen Uferpromenaden beginnt. Genießen Sie dabei das Glitzern der Nachmittagssonne auf den Wellen des Rheins und beobachten Sie die Frachtschiffe, die unermüdlich unter den stählernen Brückenbögen hindurchziehen.

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