't Zand und das Concertgebouw : Der Puls der modernen Kultur
Why is it significant?
Treten Sie auf die weitläufige Fläche von 't Zand, dem größten und lebendigsten öffentlichen Platz von Brügge. Wo heute Straßencafés, Wochenmärkte und Kulturveranstaltungen das städtische Leben prägen, verlief im zwölften Jahrhundert der sandige Festungswall der ersten Stadtumwallung.
Key Facts
| Place | 't Zand und das Concertgebouw : Der Puls der modernen Kultur |
|---|---|
| Address | 't Zand 1, 8000 Brugge, Belgium |
| Geo Coordinates | 51.20450, 3.21780 |
| Part of Walk | Brügge : Belfried, Grachten und Flämische Meister |
| Generated | Generated |
Treten Sie auf die weitläufige Fläche von 't Zand, dem größten und lebendigsten öffentlichen Platz von Brügge. Wo heute Straßencafés, Wochenmärkte und Kulturveranstaltungen das städtische Leben prägen, verlief im zwölften Jahrhundert der sandige Festungswall der ersten Stadtumwallung. Im neunzehnten Jahrhundert entstand hier der erste Hauptbahnhof der Stadt, der Brügge an das rasch wachsende belgische Eisenbahnnetz anschloss und die Industrielle Revolution nach Flandern brachte und den Aufstieg Brügges zu einem modernen Reiseziel einläutete.
Am südlichen Ende des Platzes zieht die monumentale, rostrote Fassade des Concertgebouw alle Blicke auf sich. Im Jahre zweitausendzwei vollendet, als Brügge gemeinsam mit Salamanca Kulturhauptstadt Europas war, wurde dieses avantgardistische Konzerthaus von den Architekten Paul Robbrecht und Hilde Daem entworfen und mit achtundsechzigtausend handgefertigten Terrakotta-Kacheln verkleidet, die die traditionelle flämische Ziegelbaukunst modern interpretieren und im wechselnden Sonnenlicht wie eine monumentale Festung der Musik erstrahlen.
Inmitten des Platzes sprudelt der monumentale Brunnen der Bildhauer Stefaan Depuydt und Livia Canestraro, geschaffen im Jahre neunzehnhundertsechsundachtzig. Seine bronzenen Skulpturengruppen erzählen die bewegte Stadtgeschichte: Ein stolzer Schiffer symbolisiert Brügges einstige Verbindung zum Meer, während die heiligen Patrone und flämischen Krieger an die blutige Sporenschlacht von dreizehnhundertzwei erinnern, in der die flämischen Bürger ihre Freiheit gegen das französische Ritterheer behaupteten und die goldenen Sporen der besiegten Adligen als Trophäen in die Liebfrauenkirche trugen, was Flanderns Identität bis heute prägt.
Unter dem riesigen Platz verbirgt sich heute ein hochmodernes unterirdisches Tunnelsystem mit Tiefgaragen, das den historischen Stadtkern vom Autoverkehr entlastet und Brügge zu einer der fußgängerfreundlichsten Kulturstädte ganz Europas gemacht hat, in der Fußgänger und Radfahrer den Vorrang genießen und das historische Flair ungestört erlebbar bleibt und Brügge als lebendige Kulturstadt erstrahlt.
Verlassen Sie den Platz an der nordöstlichen Ecke über die Zuidzandstraat, biegen Sie links in die Moerstraat ein und treten Sie vor die gotische Sint-Jakobskerk.