Die Smedenpoort : Das alte Schmiedetor der Hanse
Why is it significant?
Treten Sie vor die trutzigen Backsteinmauern und die beiden runden Wehrtürme der Smedenpoort, des Schmiedetores, das den westlichen Zugang zur Altstadt von Brügge bewacht.
Key Facts
| Place | Die Smedenpoort : Das alte Schmiedetor der Hanse |
|---|---|
| Address | Smedenstraat 68, 8000 Brugge, Belgium |
| Geo Coordinates | 51.20520, 3.21270 |
| Part of Walk | Brügge : Belfried, Grachten und Flämische Meister |
| Generated | Generated |
Treten Sie vor die trutzigen Backsteinmauern und die beiden runden Wehrtürme der Smedenpoort, des Schmiedetores, das den westlichen Zugang zur Altstadt von Brügge bewacht. Im Jahre dreizehnhundertneunundneunzig von Baumeister Maarten van Leuven auf den Fundamenten eines älteren Tores neu errichtet, sicherte dieses Festungswerk die Haupthandelsstraße nach Torhout, Ypern und den französischen Grafschaften. Die tiefen Wassergräben und massiven Schießscharten künden noch heute von der ständigen Wachsamkeit der mittelalterlichen Kommune, die sich gegen Angriffe auswärtiger Feinde wirksam zu schützen wusste.
Schauen Sie über dem inneren Rundbogen genau hin: Dort hängt ein bronzener Totenkopf, der an ein schauriges historisches Ereignis erinnert. Im Jahre sechzehnhunderteinundneunzig versuchte der städtische Schlossermeister François van der Straeten, die Torwächter mit Schlaftrunk zu betäuben und das Tor heimlich französischen Belagerern zu öffnen; er wurde jedoch verraten, wegen Hochverrats enthauptet und sein Kopf zur ewigen Abschreckung hier über dem Torbogen aufgespießt, wo er den Bürgern über Generationen hinweg als ewige Mahnung diente.
Die Smedenpoort ist eines von lediglich vier erhaltenen Stadttoren der einst mächtigen zweiten Stadtbefestigung von Brügge. Ursprünglich führte eine hölzerne Zugbrücke über den breiten Festungsgraben, die jeden Abend beim Erklingen der städtischen Torschlussglocke hochgezogen wurde, um die schlafende Handelsstadt vor Vagabunden und feindlichen Söldnern zu schützen, während die Torwächter die Schlüssel feierlich dem Bürgermeister übergaben und die Wachen auf den Zinnen der Festungsmauern Stellung bezogen.
Rings um das Tor siedelten sich einst die Huf- und Waffenschmiede an, die der Pforte ihren Namen gaben. Da ihre Essen eine enorme Brandgefahr für die strohgedeckten Fachwerkhäuser der Stadt darstellten, durften sie ihr feuriges Handwerk nur hier am Stadtrand in unmittelbarer Nähe des Wassers ausüben, wo sie Hufeisen, Rüstungen und Schiffsbeschläge für den blühenden Handel fertigten.
Wandern Sie durch das Tor stadteinwärts, folgen Sie der Smedenstraat nach Osten und betreten Sie den weiten, modernen Platz 't Zand.