Oranienstraße & SO36: Das Epizentrum der Hausbesetzer und Punks
Why is it significant?
Bleib an der Ecke Oranienstraße und Heinrichplatz stehen, wo das Klirren von Teegläsern aus türkischen Lokalen und der Bass aus Plattenläden einen unverwechselbaren Soundtrack erzeugen.
Key Facts
| Place | Oranienstraße & SO36: Das Epizentrum der Hausbesetzer und Punks |
|---|---|
| Address | Oranienstraße 190, 10999 Berlin, Germany |
| Geo Coordinates | 52.50020, 13.42160 |
| Part of Walk | Kreuzberger Freigeister: Von der Oberbaumbrücke durch den SO36-Kiez |
| Generated | Generated |
Bleib an der Ecke Oranienstraße und Heinrichplatz stehen, wo das Klirren von Teegläsern aus türkischen Lokalen und der Bass aus Plattenläden einen unverwechselbaren Soundtrack erzeugen. Ein paar Schritte weiter prangt der schlichte Schriftzug des legendären Musikclubs SO sechsunddreißig, benannt nach dem alten Berliner Postbezirk Südost sechsunddreißig, der zum weltweiten Synonym für alternative Subkultur, Punkrock und Widerstand wurde.
Ende der neunzehnhundertsiebziger Jahre kamen Musiker wie David Bowie und Iggy Pop regelmäßig in diesen Club, angezogen von der rohen Energie und den experimentellen Klängen. In den achtziger Jahren bildete die Oranienstraße das Zentrum der Berliner Hausbesetzer-Szene, als hunderte baufällige Altbauten von jungen Aktivisten instandbesetzt und gegen rigorose Abrisspläne des Senats verteidigt wurden.
Schau auf die Fassaden ringsum: Bunte Wandbilder, politische Plakate und handgemalte Parolen erzählen bis heute von Straßenfesten, Nachbarschaftsinitiativen und dem unbändigen Freiheitswillen dieses unkonventionellen Viertels.
Schlendere weiter nach Norden zum ruhigen, parkähnlichen Mariannenplatz mit dem imposanten Kunstquartier Bethanien.