Frank Gehrys Fisch: Das goldene Ende am Port Olímpic

Why is it significant?

Über dir schwebt ein gigantischer Fisch aus einem goldfarbenen Metallgitter, so lang wie ein halbes Fußballfeld, und je nach Licht schimmert er wie Bronze, Kupfer oder flüssiges Gold.

Key Facts

PlaceFrank Gehrys Fisch: Das goldene Ende am Port Olímpic
AddressCarrer de la Marina 19-21, 08005 Barcelona, Spain
Geo Coordinates41.38650, 2.19650
Part of WalkBarceloneta und Port Vell: Barcelonas Hafen, Fischerviertel und Strand zum Schmecken
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Über dir schwebt ein gigantischer Fisch aus einem goldfarbenen Metallgitter, so lang wie ein halbes Fußballfeld, und je nach Licht schimmert er wie Bronze, Kupfer oder flüssiges Gold. Dahinter ragen zwei Zwillingstürme auf, das Hotel Arts und die Torre Mapfre, ebenfalls für die Spiele gebaut und bis heute unter den höchsten Gebäuden Barcelonas. Unter dem Fisch liegt der Jachthafen.

Das ist El Peix, der Fisch, vom kanadisch-amerikanischen Architekten Frank Gehry, entstanden für die Olympischen Spiele 1992. Hier am Port Olímpic segelten die Olympioniken, und rundherum entstand das olympische Dorf, auf dem Gelände alter Fabriken und Bahngleise. Wo heute Strand ist, lagen damals Lagerhäuser, Schornsteine und Schienen. Die Spiele haben Barcelona so verändert wie kaum ein Ereignis seit den Weltausstellungen: neue Strände, neue Straßen und ein ganz neues Selbstbewusstsein.

Der Fisch ist auch ein Stück Architekturgeschichte. Gehrys Büro entwarf ihn mit einer Software, die eigentlich für den Flugzeugbau entwickelt worden war. Sie hieß CATIA und stammte aus der französischen Luftfahrtindustrie. Nur so ließen sich diese weichen, geschwungenen Formen genau berechnen. Was hier als Experiment begann, führte ein paar Jahre später zu seinem berühmtesten Werk, dem Guggenheim-Museum in Bilbao.

Und warum ausgerechnet ein Fisch? Gehry hat oft erzählt, dass seine Großmutter, als er ein kleiner Junge war, einen lebenden Karpfen in der Badewanne hielt, bevor daraus gefilte Fisch wurde. Er spielte stundenlang mit dem Tier. Seitdem tauchen Fische immer wieder in seinem Werk auf... und so endet unser kulinarischer Spaziergang passenderweise mit dem größten Fisch der Stadt.

Du bist von Kolumbus' Säule bis hierher gegangen, vom Bacallà über den schwarzen Reis bis zur Bomba, von der Fischauktion zu Rebecca Horns Würfeln und zu einem Dorf, das es nicht mehr gibt. Jetzt hast du dir einen Platz in der Sonne verdient. Setz dich irgendwo ans Wasser, bestell etwas aus dem Meer, und schau, wie der goldene Fisch im Abendlicht zu schwimmen beginnt. Bon profit, wie man in Barcelona sagt. Und wenn du danach weiterwillst: Am Strand entlang geht es nach Norden, und die Metro bringt dich in wenigen Minuten zurück in die Altstadt.

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