Muziekgebouw aan 't IJ: Ein Glaskasten für Musik
Why is it significant?
Vor dir steht ein riesiger Glaskasten auf einer Landzunge im Wasser, mit einem weit vorspringenden Dach, das wie eine Hutkrempe über den Platz ragt. Und an seiner Seite, wie angeklebt, hängt eine schwarze Box an der Fassade, als hätte jemand eine Schachtel an das Haus gesteckt und dort vergessen.
Key Facts
| Place | Muziekgebouw aan 't IJ: Ein Glaskasten für Musik |
|---|---|
| Address | Piet Heinkade 1, 1019 BR Amsterdam, Netherlands |
| Geo Coordinates | 52.37830, 4.91310 |
| Part of Walk | Amsterdam am Wasser: Östliche Hafeninseln, NEMO und die Python-Brücke |
| Generated | Generated |
Vor dir steht ein riesiger Glaskasten auf einer Landzunge im Wasser, mit einem weit vorspringenden Dach, das wie eine Hutkrempe über den Platz ragt. Und an seiner Seite, wie angeklebt, hängt eine schwarze Box an der Fassade, als hätte jemand eine Schachtel an das Haus gesteckt und dort vergessen.
Das ist das Muziekgebouw aan 't IJ, das Musikgebäude am IJ, eröffnet 2005 und entworfen von dem dänischen Architekturbüro 3XN. Es ist vor allem ein Haus für neue und zeitgenössische Musik, für Ensembles, die Klänge ausprobieren, die man im klassischen Konzertsaal selten hört. Abends leuchtet der Kasten wie eine riesige Laterne über dem IJ, und genau so war es gedacht: Musik, die man schon von außen ahnt. Der große Saal lässt sich für ganz verschiedene Aufführungen verwandeln, und durch die Glaswände des Foyers schaust du in den Pausen direkt auf Wasser und Schiffe.
Die schwarze Box ist das Bimhuis, einer der bekanntesten Jazzclubs Europas. Musiker gründeten ihn Anfang der 1970er-Jahre, und jahrzehntelang spielte er in der Altstadt, bevor er 2005 hierher zog, in diese schwebende Kiste. Drinnen sitzt du nah an der Bühne, und hinter den Musikern öffnet sich ein großes Fenster auf die Lichter der Stadt und die Gleise. Ein Saxofonsolo vor vorbeifahrenden Zügen... das gibt es so wohl nur hier.
Schau jetzt auf das Wasser. Das IJ war früher ein Arm der Zuiderzee, und hier legten einst Segelschiffe aus der ganzen Welt an. Jahrhundertelang war das Ufer ein Ort der Arbeit, voller Speicher, Kräne und Kais, für die Bewohner der Stadt kaum zugänglich. Heute pendeln Fähren hinüber nach Amsterdam-Noord, und der Kai, auf dem du stehst, ist eine Promenade für alle.
Das ist vielleicht die größte Veränderung, die dieser Spaziergang zeigt: Amsterdam hat sich jahrhundertelang mit dem Rücken zum IJ gebaut, und jetzt dreht es ihm sein Gesicht zu. Konzerthaus, Bibliothek, Museum, alle schauen aufs Wasser. Folge jetzt der Piet Heinkade nach Osten. Gleich siehst du ein langes, flaches Gebäude mit einem geschwungenen Dach, vor dem manchmal ein schwimmendes Hochhaus liegt.