Kappabashi Dougu Straße: Das Weltparadies der Küchenmeister

Why is it significant?

Biegen Sie ein in die berühmte Einkaufsstraße Kappabashi Dougu, die an ihrem südlichen Eingang durch die kolossale Büste eines schnauzbärtigen Chefkochs auf dem Dach eines Eckhauses unverkennbar markiert wird.

Key Facts

PlaceKappabashi Dougu Straße: Das Weltparadies der Küchenmeister
Address3-18-2 Matsugaya, Taito City, Tokyo 111-0036, Japan
Geo Coordinates35.71350, 139.78850
Part of WalkTokio: Von Asakusa nach Ueno, Edo-Tempel und Historische Parks
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Biegen Sie ein in die berühmte Einkaufsstraße Kappabashi Dougu, die an ihrem südlichen Eingang durch die kolossale Büste eines schnauzbärtigen Chefkochs auf dem Dach eines Eckhauses unverkennbar markiert wird. Entstanden um das Jahr neunzehnhundertzwölf aus einer Handvoll Altwarenhändler an einem alten Entwässerungskanal, erstreckt sich diese Fachstraße heute über achthundert Meter und vereint mehr als einhundertsiebzig Spezialgeschäfte für Gastronomiebedarf, die Spitzenköche aus aller Welt anziehen. Auch heute noch schätzen internationale Meisterköche die außergewöhnliche Schnitthaltigkeit und Balance der handgeschmiedeten Messer, die hier von erfahrenen Meistern geschliffen werden.

Der Name Kappabashi geht auf ein amüsantes Wortspiel zurück: Einerseits trockneten hier früher Färber regenfeste Strohmäntel namens Kappa, andererseits verweist er auf den Kappa, das legendäre Wassermischwesen der japanischen Folklore mit Schildkrötenpanzer und Wassermulde auf dem Kopf. Die Ladenbesitzer wählten das Koboldwesen zu ihrem Schutzpatron und errichteten ihm sogar ein vergoldetes Denkmal. Neben Küchenmessern finden sich in den Regalen kunstvolle Keramikschalen für Teezeremonien, gusseiserne Nambu-Teekannen und maßgefertigte Noren-Vorhänge für Gastronomiebetriebe. Meisterköche aus Übersee lassen sich hier ausführlich beraten.

In den Schaufenstern faszinieren die weltberühmten Sampuru, verblüffend lebensechte Speisemodelle aus Wachs und Kunstharz: von dampfenden Ramen-Schüsseln mit in der Luft schwebenden Essstäbchen bis zu glänzenden Sushi-Platten. In den neunzehnhundertdreißiger Jahren erfunden, um Gästen die Speiseauswahl ohne Sprachbarrieren zu erleichtern, gelten sie heute als begehrte Kunstwerke. Der kupferne Kappa Kawataro wacht über die Händlergilde und erinnert die Besucher daran, wie eng Arbeit, Brauchtum und Humor im alten Kaufmannsviertel von Tokio miteinander verwoben sind.

Messerenthusiasten pilgern zu den traditionsreichen Schmieden von Kappabashi, um handgefertigte Klingen aus Damaszenerstahl zu erwerben, die nach jahrhundertealten Samurai-Schwertschmiedetechniken gehärtet und auf Wunsch mit dem Namen des Käufers graviert werden. Gastronomen aus aller Welt schätzen die unübertroffene Qualität der Werkzeuge, die nach jahrhundertealten Prinzipien der japanischen Handwerkskunst gefertigt werden.

Spazieren Sie weiter westwärts durch die friedlichen Wohnstraßen von Higashiueno zum uralten Shitaya-Schrein.

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