Panoramaweg des Sololaki-Kamms
Why is it significant?
Treten Sie hinaus auf die luftige Höhe des Sololaki-Kamms, jenen schmalen Felsgrat, der die pulsierende Metropole Tiflis vom idyllischen Tal des Nationalen Botanischen Gartens trennt.
Key Facts
| Place | Panoramaweg des Sololaki-Kamms |
|---|---|
| Address | Sololaki-Kammpfad, 0105 Tiflis, Georgien |
| Geo Coordinates | 41.68650, 44.80200 |
| Part of Walk | Sololaki: Jugendstil-Palais und Mutter Georgien |
| Generated | Generated |
Treten Sie hinaus auf die luftige Höhe des Sololaki-Kamms, jenen schmalen Felsgrat, der die pulsierende Metropole Tiflis vom idyllischen Tal des Nationalen Botanischen Gartens trennt. Ein Spaziergang auf dieser Höhenpromenade fühlt sich an wie der Gang über die Reling eines riesigen Schiffs, das hoch über dem Südkaukasus dahingleitet. Zur Linken breitet sich das Häusermeer der Hauptstadt im Tal der Kura aus; zur Rechten fallen senkrechte bewaldete Steilwände in die smaragdgrüne Schlucht des Flusses Tsawkisistskali ab.
Schauen Sie hinab in den Botanischen Garten, wo auf einhundertzwanzig Hektar terrassiertem Gelände über viertausendfünfhundert Pflanzenarten aus aller Welt gedeihen. Der Garten ging aus den königlichen Festungsgärten der Bagratiden-Dynastie hervor, die bereits 1671 vom französischen Reisenden Jean Chardin beschrieben wurden. Vom Grat aus erkennt man alte Steinbrücken, die den Gebirgsbach überspannen, und schattige Bambushaine im Talboden. Die frische Gebirgsluft und das Rauschen des Windes machen die Wanderung zu einem unvergleichlichen Naturgenuss. Auf dem schmalen Grat weht stets eine belebende Brise, die selbst im Hochsommer für angenehme Frische sorgt.
Der Name Sololaki selbst geht auf das arabische Wort sulaq zurück, was Bewässerungskanal oder Aquädukt bedeutet. Während des arabischen Emirats von Tiflis im achten Jahrhundert bauten Ingenieure ein ausgeklügeltes Steinaquädukt über diesen Kamm, um Gebirgswasser in die Zitadelle und Palastgärten zu leiten. Obwohl das Aquädukt längst vergangen ist, lebt sein Name im Stadtviertel weiter. Der Kontrast zwischen der pulsierenden Metropole im Tal und der unberührten Natur der Schlucht ist schlicht atemberaubend.
Das Panorama von diesem schmalen Felsgrat ist überwältigend schön und faszinierend gegensätzlich. Auf der einen Seite das pulsierende Leben einer historischen Metropole, auf der anderen die unberührte Stille einer tiefen Kaukasusschlucht. Dieser Ort lässt begreifen, warum Tiflis seit jeher als uneinnehmbare Festung und zugleich als blühende Oase gefeiert wurde. Bänke entlang des Kamms laden dazu ein, den Sonnenuntergang über den kaukasischen Bergen in aller Ruhe zu genießen.
Folgen Sie dem Gratweg nach Westen zum wildromantischen Aussichtspunkt am Kodschori-Pass.