Obere Zitadelle der Festung Narikala
Why is it significant?
Erklimmen Sie die windumtosten Zinnen von Narikala, jener stolzen Festung, die seit dem Altertum das Tor zwischen Europa und Asien bewacht.
Key Facts
| Place | Obere Zitadelle der Festung Narikala |
|---|---|
| Address | Narikala-Kamm, 0105 Tiflis, Georgien |
| Geo Coordinates | 41.68800, 44.80480 |
| Part of Walk | Alt-Tiflis: Schwefelbäder von Abanotubani, Festung Narikala und Kala |
| Generated | Generated |
Erklimmen Sie die windumtosten Zinnen von Narikala, jener stolzen Festung, die seit dem Altertum das Tor zwischen Europa und Asien bewacht. Gegründet im späten vierten Jahrhundert als sassanidische Militärbastion unter dem Namen Schuris-Ziche, was Neidische Festung bedeutet, wurde die Zitadelle von arabischen Emiren, georgischen Monarchen und persischen Schahs stetig ausgebaut. Auf dem schmalen Felskamm des Sololaki-Gebirges gelegen, boten die Wehrmauern den Verteidigern einen uneinnehmbaren Überblick über das enge Durchbruchstal des Flusses Kura.
Betrachten Sie das vielschichtige Mauerwerk der Wehrmauern, in dem sich runde Flusskiesel, behauener Sandstein und flache römische Ziegelsteine in geschichteten Bändern abwechseln. Tiefe Schießscharten durchbrechen die Zinnen, konstruiert für überlappende Schussfelder gegen anstürmende Belagerer aus dem Flusstal. Im Innenhof steht die Kirche Sankt Nikolaus, die ursprünglich im zwölften Jahrhundert unter Königin Tamar erbaut und 1997 auf den mittelalterlichen Fundamenten originalgetreu rekonstruiert wurde. Die uneinnehmbare Felsenlage über dem Flussdelta machte Narikala zu einem der strategisch bedeutendsten Bollwerke der gesamten Seidenstraße.
Im Jahr 1827 erschütterte eine verheerende Pulverexplosion die obere Festung während eines heftigen Gebirgsgewitters. Ein verheerender Blitzeinschlag entzündete hunderte Fässer Schießpulver im antiken Munitionslager der Festungskirche, wodurch die oberen Zinnen und Türme in Trümmer gelegt wurden. Obwohl Narikala danach nicht mehr als Militärfestung aufgebaut wurde, inspirierte ihre romantische Ruinensilhouette Dichter und Maler der europäischen Romantik auf ihren Kaukasusreisen. Archäologische Ausgrabungen brachten antike Vorratslager, steinerne Zisternen und geheimnisvolle unterirdische Fluchtstollen ans Tageslicht.
Vom Gipfel der Festungsbastion eröffnet sich das gesamte Panorama der georgischen Hauptstadt wie eine lebendige Landkarte. Unten schimmern die warmen Kuppeln der Schwefelbäder, während sich der Fluss Kura durch das historische Herz der Stadt windet. Auf diesen alten Steinen zu stehen bedeutet, fünfzehn Jahrhunderte wechselvoller kaukasischer Geschichte hautnah zu erleben. Das Zusammenspiel aus wilder Felsformation, jahrhundertealtem Mauerwerk und weiter Fernsicht lässt die bewegte Geschichte des Landes lebendig werden.
Folgen Sie dem Pfad entlang der Botanischen Straße ostwärts zur backsteinernen Dschuma-Moschee.