Mardschanischwili-Platz und neoklassizistisches Ensemble
Why is it significant?
Treten Sie auf das weite Rund des Mardschanischwili-Platzes, dem monumentalen städtebaulichen Herzstück des Stadtteils Tschugureti. Erbaut zwischen 1947 und 1953 nach Plänen der georgischen Architekten Mikheil Melia und G.
Key Facts
| Place | Mardschanischwili-Platz und neoklassizistisches Ensemble |
|---|---|
| Address | Mardschanischwili-Platz, 0102 Tiflis, Georgien |
| Geo Coordinates | 41.70980, 44.79950 |
| Part of Walk | Tschugureti: Neu-Tiflis, Trockene Brücke und Fabrika |
| Generated | Generated |
Treten Sie auf das weite Rund des Mardschanischwili-Platzes, dem monumentalen städtebaulichen Herzstück des Stadtteils Tschugureti. Erbaut zwischen 1947 und 1953 nach Plänen der georgischen Architekten Mikheil Melia und G. Melkadze, wird der Platz von vierstöckigen Wohnpalästen aus warmem grau-ockernem Tuffstein eingerahmt. Das Ensemble verbindet sowjetische neoklassizistische Monumentalität meisterhaft mit Elementen traditioneller georgischer Baukunst wie tiefen Arkadenbögen und kunstvoll behauenen Steingesimsen.
Schauen Sie zur nordwestlichen Ecke des Platzes auf das traditionsreiche Kote-Mardschanischwili-Dramatheater mit seinen mächtigen Säulen. Gegründet 1928 in Kutaissi und 1930 in dieses Gebäude verlegt, ehrt das Theater den Regisseur Kote Mardschanischwili, der das georgische Theater mit schwungvollen, musikalischen Inszenierungen erneuerte. Tiefe Arkadengänge im Erdgeschoss spenden den Passanten im Sommer kühlen Schatten vor der sengenden Kaukasushitze. Die harmonische Symmetrie des Platzes strahlt hauptstädtische Würde aus. Die Monumentalität der Tuffsteinfassaden verleiht dem Ensemble ein harmonisches, fast feierliches städtebauliches Gepräge. Hohe Arkadenbögen und rhythmische Pilaster gliedern die herrschaftlichen Wohnpaläste mit klassischer Strenge.
Tief unter dem Platz liegt die Metrostation Mardschanischwili, die im Januar 1966 als eine der ersten Stationen der Tifliser U-Bahn eröffnet wurde. Das unterirdische Vestibül ist mit einer Bronzebüste des Theaterregisseurs und edlem georgischem Marmor geschmückt. Für Generationen von Studenten und Theaterfreunden war die große Uhr auf dem Mardschanischwili-Platz der beliebteste Verabredungsort der Stadt. Kote Mardschanischwili verstand das Theater als Fest für das Volk und schuf unvergessliche Inszenierungen voller Musik und Leidenschaft.
Studenten der nahen Ilia-Universität beleben die Straßencafés rund um den Platz und diskutieren über Kunst und Gesellschaft. Die wuchtigen Steinfassaden aus Tuff verleihen dem Ort eine zeitlose Beständigkeit und erhabene Monumentalität. Der Mardschanischwili-Platz ist ein eindrucksvolles Zeugnis anspruchsvoller Stadtplanung der Nachkriegszeit in Tiflis. Rund um den Platz treffen sich Jung und Alt zum Gespräch, während die Straßenbahnen und Busse das Viertel mit dem Zentrum verbinden. Die meisterhafte Ausführung der Steinmetzarbeiten zeugt von der hohen Baukunst georgischer Handwerker der Nachkriegszeit.
Gehen Sie nach Osten durch die Mardschanischwili-Straße zum Gedenkpark der deutschen Kolonisten.