Schloss Mirabell und Marmorsaal

Why is it significant?

Treten Sie durch das schmiedeeiserne Portal in den Ehrenhof von Schloss Mirabell und blicken Sie hinauf zu den eleganten Fassaden dieses barocken Meisterwerks.

Key Facts

PlaceSchloss Mirabell und Marmorsaal
AddressMirabellplatz 4, 5020 Salzburg, Austria
Geo Coordinates47.80580, 13.04180
Part of WalkMirabellgarten, Neustadt und Müllner Bräu: Fürstliche Lustgärten und Salzachkultur
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Treten Sie durch das schmiedeeiserne Portal in den Ehrenhof von Schloss Mirabell und blicken Sie hinauf zu den eleganten Fassaden dieses barocken Meisterwerks. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ das Lustschloss im Jahr 1606 für seine Geliebte Salome Alt errichten, mit der er fünfzehn Kinder zeugte. Ursprünglich Schloss Altenau genannt, sollte es der Fürstenfamilie als privater Rückzugsort fernab der strengen Hofetikette der Residenz dienen.

Schreiten Sie die prachtvolle Engelsstiege von Georg Raphael Donner hinauf, die mit anmutigen Putten aus weißem Untersberger Marmor geschmückt ist. Die verspielten Engel balancieren auf den kunstvoll geschwungenen Balustraden und führen Sie direkt in den legendären Marmorsaal im ersten Obergeschoss. Dieser Raum überstand als einer der wenigen Teile des Schlosses den verheerenden Stadtbrand des Jahres 1818 nahezu unversehrt.

Im Marmorsaal musizierte schon der junge Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Schwester Nannerl vor der fürstlichen Hofgesellschaft. Vater Leopold Mozart überwachte die virtuosen Darbietungen streng, während die Fürsterzbischöfe und adeligen Gäste der Musik lauschten. Heute gilt dieser mit vergoldetem Stuck und polychromem Marmor verzierte Saal als einer der weltweit begehrtesten und romantischsten Trauungsorte für Paare aus allen Kontinenten. Die kunstvoll gearbeiteten Fassadendetails und historischen Mauerzüge ziehen Geschichtsinteressierte und Spaziergänger gleichermaßen in ihren Bann. Ein aufmerksamer Rundgang durch diese geschichtsträchtigen Gassen offenbart, wie meisterhaft Salzburgs reiches Erbe über Jahrhunderte bewahrt wurde.

Nach dem Brand von 1818 gestaltete der kaiserliche Hofarchitekt Peter de Nobile das Schloss im schlichteren klassizistischen Stil um. Heute dient das Gebäude als offizieller Amtssitz des Salzburger Bürgermeisters und beherbergt Teile der städtischen Verwaltung. Doch der fürstliche Geist und die barocke Eleganz sind in jedem Raum weiterhin spürbar geblieben. Generationen von Salzburger Bürgern haben diesen besonderen Ort geprägt und seine faszinierende Geschichte lebendig an die nächste Generation weitergegeben. In den umliegenden Straßen und Gassen spürt man auf Schritt und Tritt die lebendige Verbindung von barocker Tradition und weltoffener Gegenwart.

Treten Sie nun hinaus in den weltberühmten Mirabellgarten und spazieren Sie zur großen Brunnenanlage mit dem aufsteigenden Pegasusbrunnen.

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