Jojakko-ji-Tempel: Die Friedvolle Pagode des Berges Ogura
Why is it significant?
Schreiten Sie unter dem reetgedeckten Niomon-Tor von Jojakko-ji hindurch und beginnen Sie den Aufstieg über eine steile Steintreppe, die von einem dichten smaragdgrünen Moosteppich flankiert wird.
Key Facts
| Place | Jojakko-ji-Tempel: Die Friedvolle Pagode des Berges Ogura |
|---|---|
| Address | 5 Saga Ogurayama Oguracho, Ukyo Ward, Kyoto 616-8397, Japan |
| Geo Coordinates | 35.01970, 135.66860 |
| Part of Walk | Kyoto: Arashiyama, der Bambuswald und die Zen-Gärten von Sagano |
| Generated | Generated |
Schreiten Sie unter dem reetgedeckten Niomon-Tor von Jojakko-ji hindurch und beginnen Sie den Aufstieg über eine steile Steintreppe, die von einem dichten smaragdgrünen Moosteppich flankiert wird. Über zweihundert verschiedene Moosarten überziehen den feuchten Waldboden und die verwitterten Felsbrocken unter einem Baldachin filigraner Ahornbäume. Eine tiefe, feierliche Stille liegt über diesem Berghang, die nur vom Gesang der Waldvögel und dem leisen Gluckern kleiner Wasserläufe unterbrochen wird.
Der Tempel wurde im Jahr fünfzehnhundertsechsundneunzig vom Mönch Nisshin aus der Nichiren-Schule gegründet, der sich an diesen einsamen Berghang zurückzog, um sich ganz der Meditation und den heiligen Schriften zu widmen. Der Berg Ogura war damals bereits ein legendärer Ort der Literaturgeschichte: Im dreizehnten Jahrhundert lebte hier der berühmte Dichterfürst Fujiwara no Teika, als er die unsterbliche Gedichtsammlung Ogura Hyakunin Isshu mit einhundert Gedichten von einhundert Dichtern zusammenstellte. Auf den sonnigen Lichtungen des Berghangs blühen wilde Azaleen und Waldhortensien, deren leuchtende Farben einen reizvollen Kontrast zum satten Moosgrün des Waldbodens bilden.
Auf der oberen Geländeterrasse erhebt sich das Wahrzeichen des Klosters: die anmutige, zwölf Meter hohe Tahoto-Pagode aus dem Jahr sechzehnhundertzwanzig, die als Wichtiges Kulturgut anerkannt ist. Mit ihrem runden Obergeschoss auf quadratischem Sockel und weit geschwungenen Schindeldächern aus Zypressenrinde überblickt sie erhaben die gesamte Ebene von Sagano. Der weite Blick ins Tal belohnt den Aufstieg mit einer Aussicht, die schon mittelalterliche Dichterfürsten tief verzauberte.
Bleiben Sie am Fuß der Pagode stehen und beobachten Sie, wie das Nachmittagslicht die goldroten Ahornblätter zum Glühen bringt und weite Schatten über die Dächer der Ebene wirft. Unter den weit ausladenden Ästen der alten Bäume finden erschöpfte Wanderer eine Oase des Friedens, in der das leise Murmeln des Gebirgsbaches alle Gedanken an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens vertreibt.
Folgen Sie dem Hangweg nach Norden, um zur imposanten Klosteranlage des Nison-in-Tempels zu gelangen.