Internationales Maritimes Museum und Kaispeicher B

Why is it significant?

Bestaunen Sie die neugotischen Zinnengiebel und die gewaltigen Backsteinmauern des Kaispeichers B, der im Jahr 1878 als Getreidespeicher erbaut wurde. Er ist der älteste noch erhaltene Speicherbau im gesamten Hamburger Hafenbereich und steht heute stolz unter Denkmalschutz.

Key Facts

PlaceInternationales Maritimes Museum und Kaispeicher B
AddressKoreastraße 1, 20457 Hamburg, Germany
Geo Coordinates53.54340, 9.99980
Part of WalkHafenCity, Elbphilharmonie und Traditionsschiffe: Moderne Architektur und maritime Seele
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Bestaunen Sie die neugotischen Zinnengiebel und die gewaltigen Backsteinmauern des Kaispeichers B, der im Jahr 1878 als Getreidespeicher erbaut wurde. Er ist der älteste noch erhaltene Speicherbau im gesamten Hamburger Hafenbereich und steht heute stolz unter Denkmalschutz. In seinem Inneren hütet das Internationale Maritime Museum die legendäre Privatsammlung von Peter Tamm. Die mächtige Fassade aus rotbraunem Ziegelmauerwerk zeugt von der handwerklichen Solidität, mit der Hamburger Baumeister vor anderthalb Jahrhunderten planten.

Über dreitausend Jahre Schifffahrtsgeschichte verteilen sich hier auf neun sogenannten Decks: von antiken Galeeren über Segelschiffe der Hanse bis hin zu modernen Nuklearkreuzern. Zu den Prunkstücken gehören über vierzigtausend Miniaturschiffe im winzigen Maßstab eins zu zwölfhundert. Die Sammlung Tamm gilt als eine der umfassendsten maritimen Privatsammlungen weltweit und umfasst auch historische Uniformen, nautische Instrumente und wertvolle Logbücher. Jeder Stein und jeder Balken atmet hier den unverwechselbaren Geist einer Stadt, die seit Jahrhunderten von Kaufmannsmut und hanseatischer Weltoffenheit geprägt wird.

Die tragende Konstruktion im Inneren besteht aus mächtigen Pfeilern aus Eichen- und Kiefernholz, die vor über einhundertvierzig Jahren aus russischen und skandinavischen Urwäldern herbeigeschafft wurden. Die Balken verströmen bis heute einen unverkennbaren Duft nach gelagertem Getreide und Teer. Jeder Deckenbalken erzählt von der Zeit, als schwere Getreidesäcke über mechanische Seilzüge im Inneren des Speichers gestapelt und umgeschlagen wurden. Wer mit offenen Augen durch diese Straßen geht, entdeckt faszinierende Details, die vom unaufhaltsamen Wandel der Hafenmetropole zeugen.

Unter Deck acht verbirgt sich eine der bedeutendsten maritimen Gemäldesammlungen Europas, darunter Meisterwerke berühmter Marinemaler wie Pieter Bruegel oder Carl Saltzmann, die den rauen Alltag auf hoher See festhielten. In den Galerien hängen maritime Gemälde von Weltgeltung, die dramatische Seeschlachten und friedliche Hafenpanoramen aus vier Jahrhunderten lebendig vor Augen führen.

Verlassen wir das maritime Museum und spazieren wir am Südufer des Magdeburger Hafens entlang. Dort erwarten uns die modernen Elbarkaden mit ihren geschützten Kolonnaden. Das maritime Flair des historischen Getreidespeichers wirkt noch lange in den Gedanken nach.

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