Hohe Brücke und Nikolaifleet

Why is it significant?

Stellen Sie sich an das gusseiserne Geländer der Hohen Brücke und schauen Sie nordwärts in das spiegelnde Wasser des Nikolaifleets.

Key Facts

PlaceHohe Brücke und Nikolaifleet
AddressHohe Brücke, 20459 Hamburg, Germany
Geo Coordinates53.54500, 9.98920
Part of WalkAltstadt, Rathaus, Kontorhäuser und Speicherstadt: Hanseatische Kaufmannsmacht
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Stellen Sie sich an das gusseiserne Geländer der Hohen Brücke und schauen Sie nordwärts in das spiegelnde Wasser des Nikolaifleets. Dieser geschwungene Wasserlauf ist nichts Geringeres als die historische Wiege des Hamburger Welthafens: Hier an der ursprünglichen Mündung der Alster in die Elbe legten bereits im zwölften Jahrhundert die ersten hanseatischen Koggen an, beladen mit Getreide, Salz, Fellen und flandrischen Tuchen. Die heutige Hohe Brücke wurde zwischen 1886 und 1887 aus rötlichem Granit und kunstvoll geschmiedetem Eisen errichtet, um den aufkommenden Fuhrwerksverkehr zwischen Altstadt und der neu entstehenden Speicherstadt zu bewältigen. Wenn Sie flussaufwärts blicken, sehen Sie die rückwärtigen Pfahlbauten der Deichstraßen-Häuser, deren hölzerne Stützen tief im schlickigen Grund verankert sind und bei Ebbe meterhoch über dem Wasserspiegel sichtbar werden. Der regelmäßige Tidenhub der Unterelbe, der zweimal täglich das Wasser um mehr als dreieinhalb Meter steigen und fallen lässt, bestimmte über Jahrhunderte den Arbeitsrhythmus der Schauerleute und Ewerführer. Dieser Postkartenblick fängt das maritime Wesen Hamburgs in seiner reinsten Form ein, wo Gezeitenströmung und Kaufmannsarchitektur seit achthundert Jahren unlösbar miteinander verwoben sind. An warmen Sommertagen verweilen Passanten gern auf der Brücke und lauschen dem Möwengeschrei über den historischen Fleeten. Die schweren eisernen Niete der Brückenkonstruktion zeugen von der industriellen Blütezeit des späten neunzehnten Jahrhunderts, als Hamburgs Hafenanschluss modernisiert wurde.

Beobachten Sie die nassen Schlickränder an den Kaimauern: Zweimal täglich steigt und fällt das Wasser der Elbe hier um mehr als dreieinhalb Meter Tidenhub. Wenn die Flut das Wasser bis an die Kaimauern steigen lässt, spiegelt sich die historische Häuserfront malerisch im ruhigen Flusslauf wider.

Der Name Nikolaifleet geht auf das Nikolaikloster zurück, das im dreizehnten Jahrhundert nahe der Mündung zum Schutz der Schiffer und Kaufleute gegründet wurde.

Unter der Brücke hindurch manövrierten die Ewerführer ihre schweren Schuten früher ohne Motor nur mit langen Staken und der natürlichen Kraft der auflaufenden Flut.

Gehen Sie nun ostwärts über die Straße Cremon und Katharinenbrücke zur Hauptkirche St. Katharinen.

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