Deichstraße und historische Bürgerhäuser
Why is it significant?
Treten Sie auf das Kopfsteinpflaster der Deichstraße und atmen Sie die Atmosphäre des alten Hamburgs ein, wie es vor den großen Feuern und Sanierungswellen des neunzehnten Jahrhunderts existierte.
Key Facts
| Place | Deichstraße und historische Bürgerhäuser |
|---|---|
| Address | Deichstraße 25, 20459 Hamburg, Germany |
| Geo Coordinates | 53.54580, 9.98800 |
| Part of Walk | Altstadt, Rathaus, Kontorhäuser und Speicherstadt: Hanseatische Kaufmannsmacht |
| Generated | Generated |
Treten Sie auf das Kopfsteinpflaster der Deichstraße und atmen Sie die Atmosphäre des alten Hamburgs ein, wie es vor den großen Feuern und Sanierungswellen des neunzehnten Jahrhunderts existierte. Diese schmale Gasse entlang des Nikolaifleets ist die letzte erhaltene Straße der Altstadt, an der sich stattliche Bürger- und Kaufmannshäuser aus dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert aneinanderreihen. Hier wohnten die hanseatischen Großkaufleute unter einem Dach mit ihrem Kontor und ihren Warenlagern, den sogenannten Speichern: Zur Straße hin empfing man Gäste durch reich geschnitzte barocke Portale, während die rückwärtigen Hauswände direkt im Fleetwasser standen, sodass Lastkähne die Fracht von den Seeschiffen direkt in die Luken der Dachböden hieven konnten. Ironischerweise brach am 5. Mai 1842 in der Deichstraße Nummer zweiundvierzig in der Zigarrenfabrik von Eduard Cohen der Große Brand aus, der in vier Tagen ein Drittel der Stadt in Asche legte, doch ausgerechnet diese Häuserzeile wurde durch mutigen Löscheinsatz vor den Flammen gerettet. Heute laden urige Lokale, traditionelle Teekontore und kleine Galerien hinter den geschweiften Barockgiebeln zum Verweilen ein. Diese malerische Zeile vermittelt ein lebendiges Bild von der einstigen Symbiose aus Wohnen, Arbeiten und hanseatischem Wasserhandel. Die kunstvoll geschnitzten barocken Haustüren mit ihren schweren Messingklopfern erzählen vom soliden Wohlstand und dem privaten Repräsentationsbedürnis hanseatischer Familien.
Schauen Sie nach oben zu den geschwungenen Barockgiebeln: An vielen Giebelspitzen erkennen Sie noch die historischen Flaschenzüge und Ladeluken für Mehlsäcke und Gewürzkisten. Der süßliche Duft von geröstetem Kaffee und aromatischem Tee aus den Kontorläden weckt Erinnerungen an die Blütezeit des althamburgischen Kolonialwarenhandels.
In den 1970er Jahren sollten die baufälligen Häuser abgerissen werden, doch eine engagierte Bürgerinitiative um den Verein Rettet die Deichstraße verhinderte den Kahlschlag.
Im Haus Deichstraße 42 brach 1842 das fatale Feuer aus, als nachts ein kleiner Schwelbrand in der Werkstatt unbemerkt auf die hölzernen Nachbargebäude übersprang.
Gehen Sie nun wenige Schritte nach Süden zur Hohen Brücke, die das Nikolaifleet überspannt.