Alsterarkaden und Mellin-Passage

Why is it significant?

Schlendern Sie unter den eleganten Rundbögen der Alsterarkaden entlang, während Schwäne lautlos auf dem Alsterfleet neben Ihnen dahingleiten. Diese weiß getünchten Säulengänge verleihen Hamburg ein fast venezianisches Flair mitten im hohen Norden.

Key Facts

PlaceAlsterarkaden und Mellin-Passage
AddressAlsterarkaden 9, 20354 Hamburg, Germany
Geo Coordinates53.55200, 9.99150
Part of WalkNeustadt, Binnenalster, Jungfernstieg und Wallanlagen: Hanseatischer Glanz und Grüne Oasen
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Schlendern Sie unter den eleganten Rundbögen der Alsterarkaden entlang, während Schwäne lautlos auf dem Alsterfleet neben Ihnen dahingleiten. Diese weiß getünchten Säulengänge verleihen Hamburg ein fast venezianisches Flair mitten im hohen Norden. Inmitten der Arkaden öffnet sich die Mellin-Passage, die älteste erhaltene Einkaufspassage der Stadt. Das leise Klatschen der kleinen Wellen an den steinernen Pfeilern untermalt den Spaziergang unter den hohen, schattigen Gewölben.

Nach dem Großen Brand von 1842 entwarf der bedeutende Architekt Alexis de Chateauneuf diese Arkaden nach italienischen Vorbildern, um der zerstörten Stadt ein mediterranes, heiteres Gesicht zu verleihen. Die Bauten wurden im Jahr 1846 feierlich für die Bürgerschaft eröffnet. Der Entwurf von Alexis de Chateauneuf war eine bewusste Abkehr von dunklen Fachwerkgassen hin zu lichter, luftiger und brandsicherer Architektur aus Stein. Jeder Stein und jeder Balken atmet hier den unverwechselbaren Geist einer Stadt, die seit Jahrhunderten von Kaufmannsmut und hanseatischer Weltoffenheit geprägt wird.

Treten Sie in die schmale Mellin-Passage ein und blicken Sie an die Decke: Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1989 entdeckte man unter dicken Farbschichten prachtvolle Jugendstil-Deckenmalereien und Buntglasfenster aus dem Jahr 1900, die heute in voller Pracht erstrahlen. Die bunten Deckenmalereien zeigen kunstvoll verschlungene Blumenmotive und allegorische Figuren, die den Reichtum des hanseatischen Handels symbolisieren. Wer mit offenen Augen durch diese Straßen geht, entdeckt faszinierende Details, die vom unaufhaltsamen Wandel der Hafenmetropole zeugen.

Der Name der Passage geht auf den Kaufmann Mellin zurück, der hier einst edle Kolonialwaren, feinstes Gebäck und Porzellan an die hanseatische Oberschicht verkaufte. Bis heute spürt man den intimen Zauber vergangener Epochen. Bis heute finden Besucher hier erlesene Antiquariate, traditionelle Buchhandlungen und feinste Pralinengeschäfte mit persönlicher Beratung. Das Zusammenspiel aus Wind, Wasser und kühner Baukunst verleiht diesem Ort zu jeder Jahreszeit eine ganz eigene, fast magische Stimmung.

Durchqueren wir die Passage zum Neuen Wall. Dort erwartet uns Hamburgs nobelste Adresse für Luxus, Kunsthandwerk und exklusive Modegeschäfte. Wir treten hinaus auf das noble Straßenpflaster des Neuen Walls.

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