Puerta de la Justicia (Tor der Gerechtigkeit) und Karlsbrunnen

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Blicken Sie empor zu der Ehrfurcht gebietenden Fassade der Puerta de la Justicia, dem mächtigsten und bedeutendsten Festungstor der gesamten Alhambra. Erbaut im Juni 1348 unter der goldenen Herrschaft von Sultan Yusuf I.

Key Facts

PlacePuerta de la Justicia (Tor der Gerechtigkeit) und Karlsbrunnen
AddressPaseo de la Sabika s/n, 18009 Granada, Spain
Geo Coordinates37.17580, -3.58980
Part of WalkDie Alhambra und der Generalife: Nasridenpaläste, Festung und Sommergärten
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Blicken Sie empor zu der Ehrfurcht gebietenden Fassade der Puerta de la Justicia, dem mächtigsten und bedeutendsten Festungstor der gesamten Alhambra. Erbaut im Juni 1348 unter der goldenen Herrschaft von Sultan Yusuf I. unter dem arabischen Namen Bab al-Sharia (Tor des Richtplatzes), diente dieser monumentale Torturm nicht nur als unbezwingbares Verteidigungswerk, sondern auch als öffentlicher Gerichtsort, an dem der Kadi Rechtsstreitigkeiten verhandelte. Zu seinen Füßen plätschert der kunstvolle Pilar de Carlos V, ein prächtiger Renaissance-Brunnen aus dem Jahr 1545 mit wasserspeienden Masken, die Granadas Flüsse symbolisieren. Das monumentale Torhaus galt unter zeitgenössischen Chronisten als uneinnehmbares Meisterwerk islamischer Militäringenieure, dessen mehrfach abgewinkelte Tordurchfahrt jegliche Rammböcke wirkungslos machte. Über dem massiven Torgewölbe befanden sich zudem geräumige Wachstuben und Vorratskammern, in denen die Palastgarde stets für längere Belagerungszustände gerüstet war. Die mächtige Architektur verkörperte für alle Ankommenden unmissverständlich die Autorität und das hochentwickelte Rechtswesen des maurischen Königreiches.

Betrachten Sie den großen äußeren Hufeisenbogen: Auf dem Schlussstein ist die berühmte Hand Fatimas eingemeißelt, deren fünf Finger die Säulen des Islam darstellen und Unheil abwehren sollten. Auf dem inneren Bogen antwortet ein geschnitzter Schlüssel: Eine uralte maurische Volkssage behauptete, die Alhambra könne erst dann fallen, wenn die Hand vom oberen Bogen herabgreife und den Schlüssel ergreife, um die Pforten des Himmels zu öffnen.

Der Durchgang im Inneren des Torturms ist im typischen Zickzack-Muster mit vier rechtwinkligen Knicken angelegt: Dieses ausgeklügelte Verteidigungssystem stoppte jeden feindlichen Kavalleriesturm und zwang Angreifer, ihre ungeschützte Schildseite den Bogenschützen auf den Zinnen preiszugeben. 1501 ließen die Katholischen Könige über dem Innentor eine gotische Marienstatue aufstellen.

Berühren Sie die massiven Eichenholztüren mit ihren schweren Eisenbeschlägen: Sie verschließen diesen königlichen Zugang bereits seit dem vierzehnten Jahrhundert.

Durchschreiten Sie die Torwinkel und steigen Sie zur westlichen Wehranlage der Alcazaba und dem Torre de la Vela hinauf.

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