Pile-Tor und die Zugbrücke
Why is it significant?
Treten Sie vor das monumentale Portal des Pile-Tors, durch welches Gesandte, Fürsten und Kaufleute über sieben Jahrhunderte hinweg Dubrovnik betraten.
Key Facts
| Place | Pile-Tor und die Zugbrücke |
|---|---|
| Address | Vrata od Pila, 20000 Dubrovnik, Kroatien |
| Geo Coordinates | 42.64170, 18.10680 |
| Part of Walk | Stradun, Prijeko-Gassen und das Herz von Ragusa: Die Altstadt von Dubrovnik |
| Generated | Generated |
Treten Sie vor das monumentale Portal des Pile-Tors, durch welches Gesandte, Fürsten und Kaufleute über sieben Jahrhunderte hinweg Dubrovnik betraten. Die Toranlage besteht aus einem äusseren und einem inneren Tor, verbunden durch eine mehrbogige Steinbrücke, die im Jahr 1537 vom Architekten Paskoje Miličević erbaut wurde. Das letzte Teilstück vor der Mauer bildete eine hölzerne Zugbrücke an schweren Eisenketten.
Jeden Abend bei Einbruch der Dämmerung zogen die Stadtwachen beim Geläut der Glocken die Zugbrücke hoch. Die schweren Eichentore wurden verriegelt, und die Schlüssel wurden dem Rektor der Republik überreicht, der sie bis zum Morgengrauen in seinem Palast verwahrte. Niemand, gleich welchen Standes, durfte nach Torschluss die Stadt betreten.
Über dem Rundbogen des Renaissance-Portals wacht eine steinerne Skulptur des Schutzpatrons Sankt Blasius von Sebaste, der ein massstabsgetreues Modell der Stadt in den Händen hält. Das Werk des berühmten Bildhauers Ivan Meštrović aus dem zwanzigsten Jahrhundert erinnert an die wundersame Errettung vor einem venezianischen Überfall im zehnten Jahrhundert. Das Portal wird von mächtigen Wehrtürmen flankiert, deren Schiessscharten die gesamte Zugangsbrücke bestreichen konnten. Unter dem Gewölbe des inneren Tores ist eine gotische Skulptur des Stadtpatrons erhalten geblieben, die seit dem fünfzehnten Jahrhundert die Ankommenden segnet. Reisende mussten hier ihre Waffen abgeben, bevor sie den befriedeten Bezirk der Republik betreten durften, was die innere Ordnung und Sicherheit der Bürgerschaft sicherstellte. Die harmonische Steinmetzkunst des Portals zeugt von der Meisterschaft ragusanischer Werkmeister, die Funktionalität und Schönheit stets miteinander verbanden.
Wenn Sie unter den steinernen Gewölben des Pile-Tors hindurchschreiten, vollziehen Sie einen Zeitsprung direkt in die Renaissance. Die spiegelglatten Kalksteinquader des Stradun erstrecken sich vor Ihnen, poliert von Millionen Schritten über Jahrhunderte, sodass sie im Sonnenlicht wie edler Marmor glänzen. Ein Gefühl tiefer Ehrfurcht vor den Baumeistern dieser steinernen Krone Dalmatiens erfüllt den Raum.
Betreten Sie den Innenhof und wenden Sie sich dem Franziskanerkloster zu.