Franziskanerkloster und Alte Apotheke von 1317
Why is it significant?
Gleich hinter den Stadtmauern erhebt sich das Franziskanerkloster der Minderbrüder, gegründet im Jahr 1317, als die Mönche ihre Anlage aus Sicherheitsgründen in den befestigten Mauergürtel verlegten.
Key Facts
| Place | Franziskanerkloster und Alte Apotheke von 1317 |
|---|---|
| Address | Placa 2, 20000 Dubrovnik, Kroatien |
| Geo Coordinates | 42.64180, 18.10820 |
| Part of Walk | Stradun, Prijeko-Gassen und das Herz von Ragusa: Die Altstadt von Dubrovnik |
| Generated | Generated |
Gleich hinter den Stadtmauern erhebt sich das Franziskanerkloster der Minderbrüder, gegründet im Jahr 1317, als die Mönche ihre Anlage aus Sicherheitsgründen in den befestigten Mauergürtel verlegten. Das Juwel des Klosters ist sein romanisch-gotischer Kreuzgang, geschaffen um 1360 von Meister Mihoje Brajkov aus Bar. Die schlanken Doppelsäulen tragen phantasievolle Kapitelle mit Fabelwesen, Drachen, Zentauren und Blattwerk.
Ununterbrochen seit 1317 in Betrieb, ist die Alte Apotheke des Klosters die drittälteste funktionierende Apotheke der Welt und die älteste in Europa, die noch heute Arzneien ausgibt. Die Mönche destillierten Salben, Lavendelessenzen und Heilmittel aus Kräutern des Berges Srđ nach alten Rezepten. Originale Fayencegefässe, Mörser und Feinwaagen sind im Klostermuseum ausgestellt.
Die Klosterbibliothek hütet einen unschätzbaren Kulturschatz: über siebzigtausend Bände, zwölfhundert illuminierte Handschriften und hunderte Inkunabeln. Nachdem sie das grosse Erdbeben und den Brand von 1667 überstanden hatten, retteten die Brüder Dokumente von unersetzlichem historischem Wert für die Menschheit. In den Gewölben des Klosters befindet sich zudem ein reich ausgestattetes Museum für sakrale Kunst, das silberne Reliquiare, gotische Messgewänder und wertvolle Gemälde bewahrt. Der still dahinplätschernde Brunnen im Zentrum des Kreuzgangs spendete den Mönchen über Jahrhunderte hinweg kühles Trinkwasser und symbolisierte den ewigen Quell des Lebens inmitten der betriebsamen Handelsstadt, während die alten Arkadenbogen wohltuende Kühle schenkten. Die friedliche Stille des von Pfeilern umrahmten Hofes lädt zur stillen Betrachtung ein und lässt die Hektik der umgebenden Gassen vollkommen vergessen.
Beschattet von Orangenbäumen bietet der ruhige Klostergarten eine Oase der Besinnung, die wunderbar mit dem Trubel auf dem Stradun kontrastiert. Das Sonnenlicht bricht sich in den Arkadenbögen und wirft geometrische Schatten auf uralte Grabplatten. Diese heilige Stätte verkörpert die Eintracht von christlicher Nächstenliebe, pharmazeutischer Wissenschaft und bildhauerischer Kunst über sieben Jahrhunderte hinweg.
Biegen Sie nach Norden ab und steigen Sie die Steintreppen zur malerischen Prijeko-Gasse hinauf.