Bahnhof Ehrenfeld und Bahnbögen
Why is it significant?
Treten Sie auf den belebten Vorplatz des Bahnhofs Köln-Ehrenfeld und lassen Sie Ihren Blick über die markanten roten Backsteinbögen der historischen Eisenbahntrasse schweifen.
Key Facts
| Place | Bahnhof Ehrenfeld und Bahnbögen |
|---|---|
| Address | Venloer Straße 350, 50823 Köln, Deutschland |
| Geo Coordinates | 50.95150, 6.91800 |
| Part of Walk | Ehrenfeld, Street Art und Heliosturm: Industriekultur, Murals und kreatives Veedelsleben |
| Generated | Generated |
Treten Sie auf den belebten Vorplatz des Bahnhofs Köln-Ehrenfeld und lassen Sie Ihren Blick über die markanten roten Backsteinbögen der historischen Eisenbahntrasse schweifen. Hier schlägt das kreative und raue Herz des ehemaligen Arbeiter- und Industrieviertels Ehrenfeld, das sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der angesagtesten Trendviertel von ganz Köln gewandelt hat. Wo im neunzehnten Jahrhundert Dampfzüge ratterten und Fabrikarbeiter in Scharen ausstiegen, pulsiert heute eine unvergleichliche urbane Kulturszene.
Betrachten Sie die monumentalen Backsteinarkaden, die sogenannten Bahnbögen, die den Bahndamm stützen. In diesen gewölbten Räumen haben sich innovative Designer, kleine Handwerksbetriebe, Kunstgalerien und legendäre Musikclubs niedergelassen. Fast jeder Quadratmeter der Pfeiler ist von international gefeierten Graffiti-Künstlern mit farbenfrohen Murals und Schablonenbildern verziert, die das Viertel wie ein lebendiges Freilichtmuseum für zeitgenössische Straßenkunst wirken lassen. Die kunstvoll gearbeiteten Fassadendetails und historischen Mauerzüge ziehen Geschichtsinteressierte und Spaziergänger gleichermaßen in ihren Bann. Generationen von Kölner Bürgern haben diesen besonderen Ort geprägt und seine faszinierende Geschichte lebendig an die nächste Generation weitergegeben.
In den 1990er Jahren waren diese Bögen noch finstere Lagerräume und verlassene Werkstätten. Doch mit dem Einzug der Kölner Subkultur und elektronischer Musiker entwickelte sich der Bahnhofsbereich zu einer Wiege der rheinischen Clubkultur. Bis heute pilgern Musikfans aus ganz Europa hierher, um in den urigen Kellergewölben lange Nächte zu durchtanzen und neue musikalische Strömungen zu entdecken. In den umliegenden Straßen und Gassen spürt man auf Schritt und Tritt die lebendige Verbindung von rheinischer Tradition und weltoffener Gegenwart.
Die Eisenbahnlinie wurde im Jahr 1859 von der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet und leitete die stürmische Industrialisierung Ehrenfelds ein. Aus einem verschlafenen Bauerndorf mit wenigen Höfen wuchs binnen weniger Jahrzehnte eine blühende Fabrikstadt mit eigener Gießerei, Waggonfabrik und Chemieindustrie heran, die 1888 schließlich nach Köln eingemeindet wurde. Dieser geschichtsträchtige Ort spiegelt das unverwechselbare Kölner Lebensgefühl wider und lädt dazu ein, die reiche Stadtkultur in aller Ruhe zu entdecken.
Schlendern Sie nun wenige Schritte entlang der Bahntrasse nach Norden zum Gerhard-Wilczek-Platz, wo monumentale Wandgemälde die Häuserwände schmücken.