Kölner Dom und Domplatte

Why is it significant?

Legen Sie den Kopf tief in den Nacken und lassen Sie die schwindelerregenden Doppeltürme auf sich wirken, die sich über einhundertsiebenundfünfzig Meter hoch in den Kölner Himmel bohren.

Key Facts

PlaceKölner Dom und Domplatte
AddressDomkloster 4, 50667 Köln, Deutschland
Geo Coordinates50.94130, 6.95720
Part of WalkAltstadt, Kölner Dom, Rathaus und Rheinufer: Zweitausend Jahre zwischen Gotik, Römern und Kölsch
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Legen Sie den Kopf tief in den Nacken und lassen Sie die schwindelerregenden Doppeltürme auf sich wirken, die sich über einhundertsiebenundfünfzig Meter hoch in den Kölner Himmel bohren. Sie stehen vor der Hohen Domkirche Sankt Petrus, einem der kühnsten und vollkommensten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. Mehr als sechs Jahrhunderte vergingen von der feierlichen Grundsteinlegung im Jahr 1248 bis zur Vollendung im Jahr 1880, als die Kathedrale kurzzeitig das höchste Bauwerk der gesamten Erde war. Die Ausmaße des gotischen Steinriesen rauben Betrachtern seit Generationen den Atem.

Betrachten Sie die unzähligen filigranen Wasserspeier, Wimperge und Fialen an der gewaltigen Westfassade, die mit rund siebentausend Quadratmetern Fläche die größte Kirchenfassade weltweit darstellt. Jeder einzelne Quader wurde von Generationen von Steinmetzen von Hand behauen. Im Inneren birgt der Dom den weltberühmten Dreikönigenschrein des Nikolaus von Verdun, das kostbarste Goldschmiedewerk des europäischen Mittelalters, dessen Ankunft 1164 Köln zur führenden Pilgermetropole des Abendlandes machte und den Domneubau auslöste.

Wenn die Petersglocke, von den Kölnern liebevoll Dicker Pitter genannt, erklingt, vibriert das gesamte steinerne Fundament der Kathedrale spürbar. Mit vierundzwanzig Tonnen Gewicht ist sie die größte freischwingende Kirchenglocke der Welt. Ihr tiefer, markerschütternder Klang ertönt ausschließlich an hohen kirchlichen Feiertagen und warnt die Stadt traditionell vor großen Zeitenwenden und Gefahren, was jedem Kölner Schauer über den Rücken jagt.

Mehr als vierzehn schwere Fliegerbomben trafen die Kathedrale im Zweiten Weltkrieg direkt, während die gesamte Kölner Innenstadt in Trümmern versank. Wie durch ein statisches Wunder blieb das ausgeklügelte Pfeilersystem stehen und ragte als schwarzer Riese aus dem Trümmermeer heraus, um alliierten Piloten als markanter Orientierungspunkt am Rhein zu dienen und den Kölnern Hoffnung auf Wiederaufbau zu schenken.

Umrunden Sie nun die gotischen Chorkapellen nach Osten und überqueren Sie den Heinrich-Böll-Platz, um zur geschichtsträchtigen Hohenzollernbrücke mit ihren endlosen Reihen glänzender Liebesschlösser zu gelangen.

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