Der Dam und das Nationaldenkmal

Why is it significant?

Mitten auf dem Dam ragt ein weißer Obelisk aus Naturstein zweiundzwanzig Meter in die Höhe, umgeben von Stufen, auf denen Tauben, Touristen und Amsterdamer gleichermaßen sitzen. Doch dieser Platz ist mehr als ein Treffpunkt. Hier ist Amsterdam entstanden. Im 13.

Key Facts

PlaceDer Dam und das Nationaldenkmal
AddressDam, 1012 JS Amsterdam, Netherlands
Geo Coordinates52.37280, 4.89370
Part of WalkAmsterdams Altstadt: Dam, Oude Kerk und die versteckte Kirche unterm Dach
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Mitten auf dem Dam ragt ein weißer Obelisk aus Naturstein zweiundzwanzig Meter in die Höhe, umgeben von Stufen, auf denen Tauben, Touristen und Amsterdamer gleichermaßen sitzen. Doch dieser Platz ist mehr als ein Treffpunkt. Hier ist Amsterdam entstanden.

Im 13. Jahrhundert bauten die Bewohner an dieser Stelle einen Damm in die Amstel, um das Wasser des Meeres aus dem Fluss fernzuhalten. Amstel und Dam, daraus wurde Amstelredam und schließlich Amsterdam. 1275 taucht der Name zum ersten Mal in einer Urkunde auf, als Graf Floris V. den Bewohnern Zollfreiheit gewährte. Deshalb feierte die Stadt 2025 ihren 750. Geburtstag. Der Dam war von Anfang an Marktplatz, hier wurden Fisch und Getreide verkauft, und lange stand mitten auf dem Platz eine große Stadtwaage, bis Louis Napoleon sie 1808 abreißen ließ, weil sie ihm, so heißt es, die Aussicht aus seinem Palast verstellte.

Das Nationaldenkmal enthüllte Königin Juliana am 4. Mai 1956, zur Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Entworfen hat es der Architekt J. J. P. Oud, die Figuren schuf der Bildhauer John Rädecker: ein gefesselter Mann, Frauen mit Kind, Männer, heulende Hunde. In die halbrunde Mauer dahinter sind Urnen mit Erde aus allen Provinzen und aus dem damaligen Niederländisch-Indien eingelassen. Jedes Jahr am Abend des 4. Mai wird hier der Toten gedacht, und das ganze Land schweigt zwei Minuten lang.

Der Dam hat auch seine eigene Wunde. Am 7. Mai 1945, zwei Tage nach der Kapitulation der deutschen Truppen in den Niederlanden, feierte hier eine riesige Menge die Befreiung, als deutsche Soldaten aus einem Gebäude am Platz in die Menge schossen. Mehr als zwanzig Menschen starben, an einem Tag, an dem der Krieg eigentlich schon vorbei sein sollte.

Heute trifft man sich hier, es gibt Kirmes, Demonstrationen und Straßenmusik, und das ist vielleicht die beste Antwort auf diese Geschichte. Dreh dich jetzt zu dem riesigen Gebäude auf der Westseite des Platzes um, mit der Kuppel und dem goldenen Schiff obenauf, und geh hinüber zum Königspalast.

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