Paradeplatz und Hotel Savoy Baur en Ville
Why is it significant?
Stellen Sie sich auf das Pflaster des Paradeplatzes vor die klassizistische Fassade des traditionsreichen Hotels Savoy Baur en Ville. Eröffnet an Heiligabend 1838 von dem Vorarlberger Bäckergesellen Johannes Baur, war dieses Haus das allererste Grand Hotel der Stadt Zürich.
Key Facts
| Place | Paradeplatz und Hotel Savoy Baur en Ville |
|---|---|
| Address | Poststrasse 12, 8001 Zürich, Schweiz |
| Geo Coordinates | 47.36970, 8.53880 |
| Part of Walk | Zunfthäuser, Reformation und Kulturgeschichte: Der historische Aufstieg Zürichs |
| Generated | Generated |
Stellen Sie sich auf das Pflaster des Paradeplatzes vor die klassizistische Fassade des traditionsreichen Hotels Savoy Baur en Ville. Eröffnet an Heiligabend 1838 von dem Vorarlberger Bäckergesellen Johannes Baur, war dieses Haus das allererste Grand Hotel der Stadt Zürich. Damals lag der Platz noch am Rande der mittelalterlichen Befestigungen, doch Baur erkannte weitsichtig, dass sich hier bald das neue Herz der Schweizer Handelsmetropole entwickeln würde.
Das Hotel revolutionierte das Zürcher Gastgewerbe durch beispiellosen Luxus mit modernen Salons, Lesekabinetten und eigenem Postkutschendienst. Hohe europäische Adlige, Staatsmänner und Künstler wie Franz Liszt und Felix Mendelssohn Bartholdy stiegen hier ab. Baurs visionärer Unternehmergeist ebnete den Weg für den Wandel Zürichs vom beschaulichen Zunftstädtchen zum internationalen Banken- und Dienstleistungszentrum.
Unter unseren Füssen kreuzen sich heute nicht nur die wichtigsten Zürcher Tramlinien, sondern auch die unterirdischen Tresoranlagen der umliegenden Schweizer Großbanken. Wo vor zweihundert Jahren noch Kühe und Schweine auf dem Säumärt gehandelt wurden, werden nun täglich Milliarden an Wertpapieren und Devisen umgeschlagen. Die kunstvoll gefügten Fassaden und historischen Konstruktionsdetails ziehen Architekturbegeisterte und Spaziergänger gleichermassen in ihren Bann. Ein aufmerksamer Rundgang durch diese geschichtsträchtigen Strassenzüge offenbart, wie sorgsam die Stadt Zürich ihr baukulturelles Gedächtnis über Generationen hinweg gepflegt hat.
Trotz des modernen Finanztrubels bewahrt der Paradeplatz seine historische Eleganz. Die Schweizer Kreditanstalt von 1876 und das Stammhaus Sprüngli umrahmen das Rund mit würdevoller Gediegenheit. Hier begann die Transformation Zürichs zur modernen Wirtschaftsmetropole des Landes. Generationen von Zürcher Bürgerinnen und Bürgern haben diesen geschichtsträchtigen Ort mit Leben erfüllt und seine unverwechselbare Identität lebendig bewahrt. In den umliegenden Quartieren spürt man auf Schritt und Tritt die geglückte Verbindung von reicher Tradition und weltoffener Gegenwart. Einheimische und Gäste geniessen hier gleichermassen die besondere Atmosphäre und die lebendige Vielfalt dieses geschichtsträchtigen Zürcher Ortes. Einheimische und Gäste geniessen hier gleichermassen die besondere Atmosphäre und die lebendige Vielfalt dieses geschichtsträchtigen Zürcher Ortes.
Schlendern Sie nun über die Poststrasse südwärts zur Seebrücke und dem weiten Bürkliplatz.