Grossmünster und Zwingli-Statue

Why is it significant?

Treten Sie auf den Zwingliplatz vor die romanische Südfassade des Grossmünsters und betrachten Sie das kraftvolle Bronzedenkmal von Huldrych Zwingli. Mit Bibel und erhobenem Schwert in den Händen blickt der Reformator entschlossen über die Stadt.

Key Facts

PlaceGrossmünster und Zwingli-Statue
AddressZwingliplatz 4, 8001 Zürich, Schweiz
Geo Coordinates47.37000, 8.54420
Part of WalkZunfthäuser, Reformation und Kulturgeschichte: Der historische Aufstieg Zürichs
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Treten Sie auf den Zwingliplatz vor die romanische Südfassade des Grossmünsters und betrachten Sie das kraftvolle Bronzedenkmal von Huldrych Zwingli. Mit Bibel und erhobenem Schwert in den Händen blickt der Reformator entschlossen über die Stadt. Geschaffen im Jahr 1885 von dem österreichischen Bildhauer Heinrich Natter, verkörpert dieses Denkmal den Geist der Reformation, die von diesem Münster aus die Welt veränderte.

Als Zwingli 1519 als Leutpriester ans Grossmünster berufen wurde, begann er die gesamte Bibel fortlaufend auf Deutsch auszulegen. Gemeinsam mit dem Zürcher Stadtrat schaffte er Klöster, Wallfahrten und Heiligenbilder ab und begründete ein neues Schul- und Fürsorgewesen. Zürich wurde zur ersten evangelisch-reformierten Stadtrepublik der Welt und Vorbild für Calvin in Genf und die Puritaner in England.

Im Grossmünster entstand zwischen 1524 und 1531 auch die Zürcher Bibel, übersetzt von Zwingli und seinen Gelehrtenfreunden an der Prophezei-Schule. Diese Übersetzung erschien noch vor der vollständigen Lutherbibel im Druck und gilt als eines der bedeutendsten Sprachdenkmäler des Frühneuhochdeutschen. Zwingli starb 1531 auf dem Schlachtfeld von Kappel bei der Verteidigung der Reformation. Die architektonischen Details des Mauerwerks und die historische Ausstrahlung des Bauwerks faszinieren Gäste und Einheimische stets aufs Neue. Ein aufmerksamer Rundgang durch diese geschichtsträchtigen Winkel zeigt eindrücklich, wie harmonisch sich Zürichs reiches Erbe mit dem modernen urbanen Rhythmus verbindet.

Die schlichte Erhabenheit der romanischen Pfeiler und die modernen Achatfenster von Sigmar Polke im Kirchenschiff schaffen einen Raum von unvergleichlicher Tiefe. Hier trafen zünftiges Bürgerrecht, Glaubensmut und humanistische Gelehrsamkeit zusammen, um das moderne Zürich zu formen. Ein wahrhaft monumentaler Höhepunkt unserer Geschichtsreise. Das facettenreiche Zusammenspiel von Tradition und Wandel spiegelt das Selbstverständnis der modernen Limmatstadt auf eindrucksvolle Weise wider. Das facettenreiche Zusammenspiel von Tradition und Wandel spiegelt das Selbstverständnis der modernen Limmatstadt auf eindrucksvolle Weise wider.

Hier endet unser Streifzug durch die reiche Zunftgeschichte, die Reformation und die Kulturgeschichte Zürichs. Wir hoffen, die faszinierenden Erzählungen von mutigen Bürgermeistern, kunstfertigen Zunftmeistern und revolutionären Reformern werden Sie auf allen weiteren Wegen durch die Stadt begleiten.