Wasserkirche und Helmhaus
Why is it significant?
Betrachten Sie die edle spätgotische Wasserkirche, die ursprünglich auf einer kleinen Insel mitten in den Fluten der Limmat erbaut wurde. Erst im neunzehnten Jahrhundert wurde der schmale Flussarm zugeschüttet und die Kirche fest an das Limmatquai angebunden.
Key Facts
| Place | Wasserkirche und Helmhaus |
|---|---|
| Address | Limmatquai 31, 8001 Zürich, Schweiz |
| Geo Coordinates | 47.36950, 8.54250 |
| Part of Walk | Grossmünster, Niederdorf und Polybahn: Das lebendige Herz am rechten Limmatufer |
| Generated | Generated |
Betrachten Sie die edle spätgotische Wasserkirche, die ursprünglich auf einer kleinen Insel mitten in den Fluten der Limmat erbaut wurde. Erst im neunzehnten Jahrhundert wurde der schmale Flussarm zugeschüttet und die Kirche fest an das Limmatquai angebunden. Der Überlieferung nach erlitten an dieser Stelle um das Jahr 300 nach Christus die Geschwister Felix und Regula als christliche Märtyrer die Enthauptung.
Die Legende erzählt ein wundersames Geschehen: Nach ihrer Hinrichtung nahmen die beiden Märtyrer ihre abgeschlagenen Köpfe unter die Arme, stiegen den Hang hinauf und legten sich dort zur ewigen Ruhe nieder, wo heute das Grossmünster steht. So wurden Felix und Regula zu den verehrten Schutzpatronen der Stadt Zürich, deren Bildnisse jahrhundertelang die städtischen Siegel und Münzen zierten.
Unter dem Kirchenboden birgt die Wasserkirche eine geheimnisvolle Krypta mit dem sogenannten Märtyrerstein, einem uralten eiszeitlichen Findling, auf dem die Enthauptung stattgefunden haben soll. Nach der Reformation säkularisiert, diente das Gotteshaus über zweihundert Jahre lang als erste öffentliche Zürcher Bürgerbibliothek, in der Gelehrte Handschriften studierten. Die architektonischen Details des Mauerwerks und die historische Ausstrahlung des Bauwerks faszinieren Gäste und Einheimische stets aufs Neue. Ein aufmerksamer Rundgang durch diese geschichtsträchtigen Winkel zeigt eindrücklich, wie harmonisch sich Zürichs reiches Erbe mit dem modernen urbanen Rhythmus verbindet.
Direkt an die Kirche schliesst sich das Helmhaus an, ein eleganter frühklassizistischer Bau mit einer offenen Arkadenhalle im Erdgeschoss. Hier befand sich einst der städtische Gerichtsplatz sowie die staatliche Eichstätte für Masse und Gewichte. Heute dient das Helmhaus als lebendige Ausstellungsstätte für zeitgenössische Zürcher Gegenwartskunst. Seit Jahrhunderten prägen die Menschen dieser Stadt das unverwechselbare Antlitz ihrer historischen Quartiere und tragen ihre lebendigen Erzählungen in die Zukunft weiter. Ringsum spiegelt sich in jedem Pflasterstein die tiefe Verbundenheit der Limmatstadt mit ihrer stolzen Geschichte wider.
Gehen Sie nun wenige Schritte am Limmatquai flussabwärts zum stattlichen Zunfthaus zur Zimmerleuten.