Opernhaus und Sechseläutenplatz
Why is it significant?
Blicken Sie auf die strahlende, neobarocke Sandsteinfassade des Zürcher Opernhauses, das sich würdevoll über dem weitläufigen Sechseläutenplatz erhebt. Erbaut im Jahr 1891 von den berühmten Wiener Theaterarchitekten Fellner und Helmer, gehört dieses Juwel zu den führenden Opernbühnen der Welt.
Key Facts
| Place | Opernhaus und Sechseläutenplatz |
|---|---|
| Address | Sechseläutenplatz 1, 8001 Zürich, Schweiz |
| Geo Coordinates | 47.36480, 8.54750 |
| Part of Walk | Grossmünster, Niederdorf und Polybahn: Das lebendige Herz am rechten Limmatufer |
| Generated | Generated |
Blicken Sie auf die strahlende, neobarocke Sandsteinfassade des Zürcher Opernhauses, das sich würdevoll über dem weitläufigen Sechseläutenplatz erhebt. Erbaut im Jahr 1891 von den berühmten Wiener Theaterarchitekten Fellner und Helmer, gehört dieses Juwel zu den führenden Opernbühnen der Welt. Auf achtzehnhundert Eichenpfählen im weichen Seegrund verankert, zeugt das Bauwerk vom kulturellen Ehrgeiz der Zürcher Bürgerschaft.
Der Sechseläutenplatz selbst ist mit seinen sechzehntausend Quadratmetern Naturstein aus Valser Quarzit der grösste öffentliche Platz der Stadt. Jedes Jahr im April findet hier das traditionelle Zürcher Frühlingsfest Sechseläuten statt. Dabei wird auf einem zehn Meter hohen Holzhaufen der Böögg verbrannt, ein mit Feuerwerkskörpern gefüllter Schneemann aus Stoff und Holzwolle, der den kalten Winter symbolisiert.
Die Zürcher glauben fest an das Orakel des Bööggs: Je schneller sein mit Knallkörpern gefüllter Kopf explodiert, desto heisser und sonniger soll der kommende Sommer werden. Sobald der Kopf mit lautem Donnerknall zerbirst, reiten die stolzen Zunftmitglieder in farbenprächtigen Kostümen im Galopp um das lodernde Feuer, während Tausende Zuschauer begeistert jubeln. Die kunstvoll gefügten Fassaden und historischen Konstruktionsdetails ziehen Architekturbegeisterte und Spaziergänger gleichermassen in ihren Bann. Ein aufmerksamer Rundgang durch diese geschichtsträchtigen Strassenzüge offenbart, wie sorgsam die Stadt Zürich ihr baukulturelles Gedächtnis über Generationen hinweg gepflegt hat.
An normalen Tagen flanieren hier Familien, Studierende und Musikfreunde zwischen schattigen Roteichen und eleganten Wasserspielen. Vor dem Opernhaus erinnern kunstvolle Büsten von Mozart, Beethoven, Weber und Shakespeare an das reiche musikalische und dramatische Erbe Europas. Der Blick öffnet sich weit über den nahen Zürichsee und fängt das besondere Licht der Alpenstadt ein. Generationen von Zürcher Bürgerinnen und Bürgern haben diesen geschichtsträchtigen Ort mit Leben erfüllt und seine unverwechselbare Identität lebendig bewahrt. In den umliegenden Quartieren spürt man auf Schritt und Tritt die geglückte Verbindung von reicher Tradition und weltoffener Gegenwart.
Gehen Sie nun in Richtung Bellevue und Quaibrücke nordwestwärts zum Beginn des rechten Limmatufers.