Dschuma-Moschee von Tiflis in der Botanischen Straße
Why is it significant?
Erreichen Sie das markante achteckige Backsteinminarett der Dschuma-Moschee, die sich harmonisch an den Hang oberhalb der Schwefelbäder schmiegt.
Key Facts
| Place | Dschuma-Moschee von Tiflis in der Botanischen Straße |
|---|---|
| Address | Botanische Straße 32, 0105 Tiflis, Georgien |
| Geo Coordinates | 41.68880, 44.80900 |
| Part of Walk | Alt-Tiflis: Schwefelbäder von Abanotubani, Festung Narikala und Kala |
| Generated | Generated |
Erreichen Sie das markante achteckige Backsteinminarett der Dschuma-Moschee, die sich harmonisch an den Hang oberhalb der Schwefelbäder schmiegt. Ursprünglich im frühen achtzehnten Jahrhundert von osmanischen Baumeistern errichtet und mehrfach zerstört, wurde das heutige Gotteshaus 1895 im neo-islamischen Stil mit kunstvollen roten und gelben Ziegelmustern neu errichtet. Dieses Heiligtum gilt weltweit als herausragendes Symbol interreligiöser Toleranz, da hier Sunniten und Schiiten seit Jahrzehnten friedlich Seite an Seite ihre Gebete verrichten.
Betrachten Sie die kunstvollen Ziermauerwerke der Fassade, die osmanische Stilelemente mit regionalen kaukasischen Backsteinmustern harmonisch vereinen. Im Inneren des Gebetssaals trennte historisch ein schlichter schwarzer Vorhang die sunnitischen und schiitischen Gläubigen während des Gottesdienstes. Im Jahr 1996 beschloss die Gemeinde gemeinsam, diesen trennenden Vorhang endgültig zu entfernen und vor einem gemeinsamen Mihrab in brüderlicher Eintracht zu beten. Die feine Gliederung des Ziegelmauerwerks zeugt vom hohen handwerklichen Können der Baumeister, die traditionelle islamische Zierformen meisterhaft interpretierten.
Die historische Blaue Moschee der Schiiten auf dem gegenüberliegenden Ufer der Kura wurde 1951 im Zuge sowjetischer Straßenbauprojekte abgerissen. Nach dieser Zerstörung öffnete die sunnitische Gemeinde der Dschuma-Moschee großherzig ihre Pforten für die heimatlos gewordenen schiitischen Glaubensbrüder. Diese beispielhafte Geste gelebter Menschlichkeit spiegelt den tief verwurzelten kosmopolitischen Geist wider, der Tiflis seit jeher auszeichnet. In einer von Konflikten geprägten Welt setzt diese friedliche Koexistenz ein weithin leuchtendes Zeichen für Toleranz und gegenseitige Achtung.
Von der Terrasse rund um das Minarett genießt man einen wunderbaren Blick über die Dächer des Bäderviertels und das silberne Band der Kura. Der melodische Ruf des Muezzins vermischt sich hier oft mit dem Geläut der nahen armenischen und georgischen Kirchenglocken zu einer einzigartigen Klangharmonie. Die Moschee steht als lebendiges Zeugnis für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Religionen. Der friedliche Innenhof lädt zum Verweilen ein und bietet einen ungestörten Moment der inneren Einkehr mitten im Herzen der geschäftigen Hauptstadt.
Steigen Sie die Steinstufen hinab zur armenischen Kathedrale Sankt Georg in der Samghebro-Straße.