Historische Weinkeller und Marani von Tschugureti

Why is it significant?

Steigen Sie hinab in die kühlen Gewölbe der historischen Weinkeller von Tschugureti, die auf Georgisch Marani genannt werden und unter den Bürgerhäusern verborgen liegen.

Key Facts

PlaceHistorische Weinkeller und Marani von Tschugureti
AddressWeinquartier Tschugureti, 0102 Tiflis, Georgien
Geo Coordinates41.70500, 44.80550
Part of WalkTschugureti: Neu-Tiflis, Trockene Brücke und Fabrika
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Steigen Sie hinab in die kühlen Gewölbe der historischen Weinkeller von Tschugureti, die auf Georgisch Marani genannt werden und unter den Bürgerhäusern verborgen liegen. Georgien gilt weltweit als die Wiege des Weins mit einer ununterbrochenen archäologisch belegten achttausendjährigen Weinbautradition. Im neunzehnten Jahrhundert bauten wohlhabende Händler und schwäbische Siedler diese unterirdischen Backsteingewölbe, um kachetische Weine bei natürlich kühlen Jahrestemperaturen reifen zu lassen.

Betrachten Sie die riesigen Tonamphoren, die sogenannten Qvevri, die bis zum Hals komplett im Erdboden des Kellers eingegraben sind. In diesen bauchigen Tongefäßen, die innen mit natürlichem Bienenwachs versiegelt sind, vergärt der Traubenmost mitsamt den Schalen, Kernen und Stängeln, der sogenannten Chacha. Diese uralte Methode bringt die berühmten georgischen Bernstein- oder Orangeweine hervor, die für ihre goldene Farbe und komplexe Aromen von getrockneten Aprikosen und Kräutern geschätzt werden. Die meterdicken Ziegelmauern der unterirdischen Gewölbe garantieren eine konstante Temperatur von rund vierzehn Grad Celsius. Dunkle Tonamphoren ruhen tief im kühlen Erdreich und ermöglichen eine schonende Reifung des Weins.

Im Jahr 2013 nahm die UNESCO die traditionelle georgische Methode der Weinherstellung im Qvevri in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf. Bei Ausgrabungen in Schulaveri südlich von Tiflis fanden Forscher Tongefäße mit Weinsäureresten aus dem sechsten Jahrtausend vor Christus, die den ältesten Weinbau der Menschheit belegen. Im traditionellen georgischen Festmahl, der Supra, führt der Tamada als Tischmeister durch Trinksprüche auf Frieden und Freundschaft. Die Gärung des Weins in den im Boden eingegrabenen Tonamphoren verleiht den georgischen Weinen ihren unverwechselbaren mineralischen Charakter.

Kerzenschein erhellt die alten moosbewachsenen Backsteingewölbe, während der Kellermeister eine Weinprobe bernsteinfarbenen Rkatsiteli direkt aus der Amphore schöpft. Den nach Jahrtausende alter Methode gekelterten Wein zu kosten bedeutet, die lebendige Verbindung zur Seele dieses Landes zu schmecken. Diese Keller bieten eine unvergessliche sinnliche Begegnung mit der jahrtausendealten Kultur Georgiens. Traditionelle Trinksprüche auf Liebe, Familie und Frieden machen jedes georgische Mahl zu einer Feier des Lebens und der Freundschaft.

Gehen Sie nach Süden zur Uferpromenade am Saarbrücken-Ufer.

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