Almkanal und Mittelalterlicher Almstollen

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Treten Sie an das rauschende Bett des Almkanals in der Brunnhausgasse und beobachten Sie das kristallklare, türkisfarbene Gebirgswasser. Bereits im zwölften Jahrhundert, zwischen 1137 und 1143, ließen die Salzburger Erzbischöfe diesen künstlichen Wasserlauf anlegen.

Key Facts

PlaceAlmkanal und Mittelalterlicher Almstollen
AddressBrunnhausgasse 5, 5020 Salzburg, Austria
Geo Coordinates47.79250, 13.04450
Part of WalkSigmundstor, Leopoldskron und Nonntal: Durch den Felstunnel zu Schloss und Almkanal
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Treten Sie an das rauschende Bett des Almkanals in der Brunnhausgasse und beobachten Sie das kristallklare, türkisfarbene Gebirgswasser. Bereits im zwölften Jahrhundert, zwischen 1137 und 1143, ließen die Salzburger Erzbischöfe diesen künstlichen Wasserlauf anlegen. Das Wasser wird aus der Königsseeache abgezweigt und transportiert seit fast neunhundert Jahren frisches Alpenwasser direkt in das Herz der Altstadt.

Eine beispiellose Pionierleistung des mittelalterlichen Ingenieurbaus ist der Almkanal-Stollen, der den Festungsberg auf fast vierhundert Metern unterirdisch durchquert. Mönche und Bergleute trieben den Stollen im zwölften Jahrhundert im Gegenortvortrieb von zwei Seiten aus durch das feste Gestein. Bei der spektakulären Almabkehr im September kann der historische Stollen von Wagemutigen zu Fuß durchwandert werden.

Der Kanal war die unverzichtbare Lebensader für das mittelalterliche und frühneuzeitliche Salzburg. Er lieferte frisches Trink- und Nutzwasser, speiste die städtischen Brunnen, trieb über einhundert Mühlen, Schmieden und Sägewerke an und diente dem Löschwesen bei Stadtbränden. Ohne diesen stetigen Wasserstrom hätte die fürstliche Residenzstadt niemals zu ihrer wirtschaftlichen Blüte gelangen können. Die kunstvoll gearbeiteten Fassadendetails und historischen Mauerzüge ziehen Geschichtsinteressierte und Spaziergänger gleichermaßen in ihren Bann. Ein aufmerksamer Rundgang durch diese geschichtsträchtigen Gassen offenbart, wie meisterhaft Salzburgs reiches Erbe über Jahrhunderte bewahrt wurde. Besucher aus aller Welt schätzen die authentische Ausstrahlung und die geschichtsträchtige Aura dieses unverwechselbaren Bauwerks der Mozartstadt.

Auch heute noch wird der Almkanal aktiv genutzt: Mehrere moderne Kleinkraftwerke erzeugen umweltfreundlichen Ökostrom für die städtischen Haushalte. Zudem ist an einer Sohlschwelle eine stehende Surfwelle entstanden, auf der Salzburger Flusssurfer das ganze Jahr über ihre Manöver üben. Es ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus jahrhundertealtem Denkmal und moderner Nutzung. Generationen von Salzburger Bürgern haben diesen besonderen Ort geprägt und seine faszinierende Geschichte lebendig an die nächste Generation weitergegeben. In den umliegenden Straßen und Gassen spürt man auf Schritt und Tritt die lebendige Verbindung von barocker Tradition und weltoffener Gegenwart.

Folgen Sie dem Verlauf des Kanals nach Osten und biegen Sie in die geschäftige Nonntaler Hauptstraße zur Erhardkirche ein.

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