Place du Change und der Protestantische Tempel
Why is it significant?
Erreichen Sie den geschichtsträchtigen Place du Change, der während der Renaissance als pulsierendes finanzielles Nervenzentrum und Geldwechselplatz von ganz Europa fungierte.
Key Facts
| Place | Place du Change und der Protestantische Tempel |
|---|---|
| Address | Place du Change 1, 69005 Lyon, France |
| Geo Coordinates | 45.76450, 4.82800 |
| Part of Walk | Fourvière und das Vieux Lyon: Von der gallorömischen Metropole Lugdunum zu den Renaissance-Traboules |
| Generated | Generated |
Erreichen Sie den geschichtsträchtigen Place du Change, der während der Renaissance als pulsierendes finanzielles Nervenzentrum und Geldwechselplatz von ganz Europa fungierte. Viermal im Jahr strömten die mächtigsten Kaufleute, Wechselmakler und Bankiersfamilien aus Florenz, Genua, Augsburg und Nürnberg hierher, um auf den berühmten Lyoner Messen Wechselbriefe einzulösen, Seidenkontrakte zu schließen und Edelmetalle zu wiegen. Die Westseite des Platzes wird von der monumentalen Fassade der Loge du Change beherrscht, einem prachtvollen Handelsgebäude, das zwischen 1748 und 1750 von keinem Geringeren als Jacques-Germain Soufflot klassizistisch umgestaltet und erweitert wurde. Das Gebäude mit seinen ionischen Kolossalsäulen und vier offenen Bogenportalen diente der städtischen Kaufmannschaft als Börse, bevor es nach der Revolution der protestantischen Gemeinde Lyons als Tempel übergeben wurde. Rund um den Platz zeugen kunstvoll verzierte Fensterstürze, heraldische Familienwappen und steinerne Eckskulpturen von den sagenhaften Vermögen, die hier bei internationalen Warengeschäften den Besitzer wechselten. Die Fassaden der umliegenden Bürgerhäuser zeigen reiche Renaissance-Giebel und gotische Fenstergewände. Das Klappern des Geschirrs aus den Altstadtlokalen vermischt sich mit dem Murmeln der Passanten. Der Platz strahlt kaufmännischen Stolz aus. Die mächtigen Portale aus massiver Eiche und die eisernen Beschläge zeugen von der sorgfältigen Sicherung der kostbaren Handelsbücher und Wechselbriefe vor Diebstahl und Brand.
Betrachten Sie die monumentale Uhr auf der Giebelspitze der Loge du Change: das Zifferblatt besitzt zwei Uhrwerke, von denen eines die bürgerliche Tageszeit und das andere die astronomischen Gezeiten anzeigte.
Im sechzehnten Jahrhundert wickelten Bankhäuser wie die Medici und die Fugger hier Finanzgeschäfte ab, die das Budget französischer Könige übertrafen und Lyon zur reichsten Bankenstadt nördlich der Alpen machten.
Achten Sie auf die Hausnummer 2: dort befindet sich die historische Maison Thomassin aus dem vierzehnten Jahrhundert mit prächtigen gotischen Zwillingsfenstern und Wappensteinen des Königs Karl VII.
Gehen Sie nun nach Norden in die schmale, von Renaissance-Palästen gesäumte Rue Juiverie.